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Angaben zum Forschungsprojekt

Die Entwicklung von ICF Core Sets für chronische Gesundheitsstörungen

Bei dem im Jahr 2001 initiierten ICF-Core-Sets-Projekt für chronische Gesundheitsstörungen handelt es sich um ein Kooperationsprojekt zwischen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der ICF Research Branch des WHO Collaborating Center for the Family of International Classifications (DIMDI) an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Beteiligt waren darüber hinaus zahlreiche nationale und internationale Partnerorganisationen.

Im Rahmen dieses ersten Projektes zur Entwicklung von ICF Core Sets wurden anhand eines aufwendigen evidenz-basierten Prozesses ICF Core Sets für zwölf verschiedene chronische Gesundheitsstörungen (Rückenschmerz, Osteoporose, Rheumatoide Arthritis, Osteoarthrose, Ischämische Herzkrankheiten, COPD und Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Brustkrebs, Adipositas, generalisierte Schmerzstörungen, depressive Störungen, Schlaganfall) entwickelt. Ein ICF Core Set besteht aus einer Auswahl von ICF-Kategorien, die die Schädigungen der Körperstrukturen sowie die typischen Einschränkungen von Funktionen, Aktivitäten und der Teilhabe bei definierten Krankheitsbildern abbilden und damit zur praktischen Anwendung der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit in der klinischen Praxis und in der Forschung beitragen.

Jede ICF Core Set-Entwicklung beinhaltet die Erstellung eines systematischen Literaturreviews und die Durchführung von Patientenfokusgruppen und/oder Patienteninterviews. Es werden empirische Daten von Patienten anhand der ICF Klassifikation erfasst und die Meinung von Experten anhand eines Expertensurveys miteinbezogen. Im Rahmen einer internationalen Konsensuskonferenz in Zusammenarbeit mit der WHO und nationalen und internationalen Gesellschaften und Organisationen wird das ICF Core Set schließlich verabschiedet.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Die ICF ist Forschungsgegenstand (d.h. es werden z.B. Core-Sets oder ICF-basierte Instrumente / Assessments entwickelt, Items operationalisiert oder die ICF-Anwendung erprobt). Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.01.2001


Abschluss:

31.12.2004


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Abstract

Development of ICF Core Sets for Patients with Chronic Conditions

Objective: The objective of the ICF Core Sets project was the development of internationally agreed Brief ICF Core Sets and Comprehensive ICF Core Sets for patients with 12 different chronic conditions.
Methods: A formal decision-making and consensus process integrating evidence gathered from preliminary studies was followed. Preliminary studies for each of the 12 health conditions included a Delphi exercise, a systematic review and an empirical data collection. After training in the ICF and based on these preliminary studies relevant ICF categories were identified in a formal consensus process by international experts from different professional backgrounds.
Results: The results regarding the development of the ICF Core Sets for 12 health conditions (chronic widespread pain, low back pain, osteoarthritis, osteoporosis, rheumatoid arthritis, chronic ischemic heart disease, diabetes mellitus, obesity, obstructive pulmonary diseases, breast cancer, depression, and stroke) are presented in a supplement to the Journal of Rehabilitation Medicine (J Rehabil Med Suppl 44, 2004).
Conclusion: Both, the Brief ICF Core Sets and the Comprehensive ICF Core Sets are preliminary and need to be tested in the coming years based on a standardized protocol in close cooperation with the ICF research branch of the WHO FIC CC (DIMDI) in Munich and the CAS team at WHO. The final goals are valid and globally agreed tools to be used in clinical practice, research and health statistics.


Referenznummer:

R/FOFVB1A4


Informationsstand: 14.06.2018