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Angaben zum Forschungsprojekt

Rehabilitanden-Management-Kategorien (RMK) - ein neuer Ansatz zur Leistungs- und Qualitätsbeurteilung in der medizinischen Rehabilitation - Adaption auf die Suchtrehabilitation

Hintergrund:
Das Projekt basiert auf der Konzeption und auf methodischen Ergebnissen eines Projektes der ersten Förderphase zur Bildung von Rehabilitanden-Management-
Kategorien (RMK) in der Kardiologie und Orthopädie. RMK sind Rehabilitandenfallgruppen mit definierter Eingangsdiagnose sowie prozessbezogenen Leistungskorridoren und Qualitätsanforderungen.

Ziele und Fragestellungen:
In dem beantragten Projekt sollen RMK für die verhaltenstherapeutisch ausgerichtete stationäre Entwöhnungsbehandlung von Alkoholabhängigen definiert werden. Insbesondere werden Kriterien für die Ermittlung Rehabilitations-Fallgruppen-typischer Behandlungsinhalte und -zeiten gesucht.

Studiendesign:
Die RMK sollen empirisch und auf der Konsensusebene fachlich begründet werden. Die empirische Analyse beinhaltet in der 1. Phase Patientendaten eines Rehabilitations-Entlassungsjahrganges der 4 beteiligten Fachkliniken (N=2500). Die Daten entsprechen den Anforderungen der Basisdokumentation und der Katamnese Sucht. Gleichzeitig beinhalten sie spezielle Patienten- und Therapeutenangaben, die nach dem Konzept der integriert selektiv/adaptiven Indikationsstellung und Behandlungsplanung (Missel und Zemlin 1986) erhoben wurden. Dieses Verfahren ist konzeptioneller Ausgangspunkt der Fallgruppenanalysen. Es basiert auf einem Modell und Erfassungsinstrument zu prognostisch relevanten Kriterien, die als Grundlage für selektive Indikationsentscheidungen - mit dem Schwerpunkt unterschiedlicher Behandlungsdauern - im Vorfeld einer differenziellen Behandlungsplanung im Einzelfall dienen. Im Ergebnis soll eine konzeptionelle Weiterentwicklung des o. g. Verfahrens erfolgen. Sie bezieht sich vor allem auf den Prognose-Index als Zentralkategorie der selektiven Indikationsentscheidung, auf die Adaptation des Verfahrens an veränderte Behandlungsdauern, auf die Identifikation von 'Problemgruppen', auf die Präzisierung der Verfahrensregeln zur Behandlungsplanung sowie auf die Erweiterung der Erfolgskriterien der Rehabilitation. Die empirische Analyse in der 2. Phase fußt auf einem gegenüber der ersten Phase modifizierten Datenkonzept, welches die klinische Implementation des weiterentwickelten Verfahrens beinhaltet. In einer prospektiven Beobachtungsstudie werden in den 4 Kliniken Daten erhoben, die im prä-post-Vergleich der Überprüfung der veränderten Verfahrensbedingungen sowie der Ableitung von Empfehlungen für eine zeitlich unbefristete Implementierung dienen. In beiden Phasen werden die Ergebnisse einer fachlichen Bewertung durch Experten (Ärzte, Psychologen, Sozialtherapeuten u. a.) zugeführt.

Ergebnisse:
Erwartet werden empirisch begründete und fachlich konsentierte Empfehlungen zur Fallgruppenbildung und zu Behandlungsstandards (mit dem Schwerpunkt der Behandlungsdauer) in der stationären Rehabilitation von Alkoholabhängigen. Sie sollen u. a. als Instrumente für das interne und externe Qualitätsmanagement eingesetzt werden.

Forschungsverbund BBS



Beginn:

01.10.2001


Abschluss:

30.09.2004


Art:

Verbundprojekt / Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
Deutsche Rentenversicherung Bund



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FOFVB2A5


Informationsstand: 14.06.2018