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Projektart: Gefördertes Projekt
Mitgestaltung Hörbehinderter Menschen in Politik und Gesellschaft

Beschreibung / Inhalte

Aufgabenstellung
Der DSB als Selbstvertretungsorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, eine stärkere aktive Rolle in der Mitgestaltung von Politik und Gesellschaft einzunehmen. Dafür soll eine hauptamtliche Kraft gewonnen und eingesetzt werden, die in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kräften (Präsidium, Vertreter der Landesverbände, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Fachreferate) die Mitgestaltung in Politik und Gesellschaft vorantreibt.

Hierzu zählen folgende Aktivitäten:
a. Gremienarbeit
b. Mitwirkung in Arbeitsgruppen
c. Abgabe von schriftlichen Stellungnahmen
d. Netzwerkarbeit
e. Politische Initiativen zur kommunikativen Barrierefreiheit (z. B. Notruf, private Medien)
f. Gestaltung und Durchführung von Workshops zur Kompetenzvermittlung, Nachwuchsförderung

Der DSB wirkt in folgenden Gremien mit:
+ Sachverständigenrat der BAR
Die BAR wird durch das BTHG aufgewertet und soll in der Umsetzung des BTHG eine wichtige und stärkere Rolle einnehmen. Der genaue Umfang der Zuarbeit kann noch nicht quantifiziert werden, da die Rollenbeschreibung und das Beteiligungsformat noch nicht festgelegt worden sind.
Der DSB geht von einer größeren Arbeitskapazität als in den vergangenen Jahren aus.

+ Deutscher Behindertenrat (DBR)
Der DSB wird über die DG auch weiterhin an der politischen Willensbildung des DBR (Arbeitsausschuss u.a.) mitwirken.

+ Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e.V. (DG)
a. Fachauschuss Arbeitsmarktpolitik
b. Fachausschuss Inklusive Bildung
c. Fachausschuss Barrierefreie Medien
Der DSB ist in allen Fachausschüssen vertreten und wirkt an deren Entscheidungsprozess mit.

+ BAG Selbsthilfe
Der DSB ist insbesondere im Arbeitskreis Teilhabe und Gleichstellung vertreten.

+ AG Barrierefreiheit der Deutschen Bahn und bei der BAR
Der DSB setzt sich in dieser AG insbesondere für die Umsetzung des Zwei – Sinne – Prinzips ein.

+ Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR)
Der DSB wirkt über die DG an folgenden Fachausschüssen mit:
  • AG „Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe“
  • Ausschuss „Berufliche Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“
  • Ausschuss „Kommunikation und Teilhabe bei Hör-, Stimm- und Sprachstörungen“
  • Ausschuss „Bewegung, Sport und Freizeit“

Die Zahl der Sitzungen war sehr schwankend. Daher kann hier der Aufwand nicht näher beschrieben werden.

+ Liga der Selbstvertretung e.V.
Der DSB ist Gründungsmitglied der Liga der Selbstvertretung und wird weiterhin eine aktive Rolle spielen.

+ „ad hoc“ – Arbeitsgruppen und Fachgespräche der Bundesministerien
In der Vergangenheit wurden von Seiten der Bundesministerien Fachgespräche durchgeführt. Der DSB geht davon aus, dass die Bundesministerien weiterhin Fachgespräche durchführen werden.

+ Fachgespräche der Bundestagsfraktionen
Der DSB erhielt mehrere Einladungen seitens der Bundestagsfraktionen zu Fachgesprächen und geht davon, dass er weiterhin derartige Einladungen erhält.

+ Fachveranstaltungen seitens anderer Organisationen von Menschen mit Behinderungen
Der DSB nimmt auch an diesen Veranstaltungen teil.

+ Aktionsbündnis Teilhabeforschung

Folgende acht Maßnahmen sollen zur Begleitung des Partizipationsprozesses durchgeführt werden:
a. Workshop zur Nachwuchsförderung (3. Quartal 2018)
b. Strategie-Workshop DSB und DCIG (3. Quartal 2017)
c. Strategie-Workshop zur Umsetzung BTHG (Kompetenzvermittlung) (4. Quartal 2017 und 4. Quartal 2018)
d. Strategie-Workshop zur kommunikativen Barrierefreiheit (1. Quartal 2018 und 4. Quartal 2018)
e. Strategie-Workshop zum Themenbereich Jugend, Familie und Arbeitsmarkt (2. Quartal 2018)
f. Strategie-Workshop der Verbände in der Selbstvertretung von lautsprachlich orientierten Hörbehinderten (2. Quartal 2018)
Wir gehen davon aus, dass im Schnitt 15 Personen an diesen Workshops teilnehmen und die Dauer von Freitag Abend bis Sonntag Mittag beträgt.

Begründung des Antrags:
1. Ziele und Zielgruppen
1.1 Gesamtziel und Inhalt der Maßnahme
Das Gesamtziel ist die politische Selbstvertretung von schwerhörigen Menschen und für schwerhörige Menschen zu stärken. Die Zahl der schwerhörigen Menschen, die neben der Selbsthilfe auch für die politische Selbstvertretung tätig sind, soll sich steigern.

2. Antragssteller und Arbeitsteilung, Zusammenarbeit mit Dritten
Der Antragssteller ist der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. (DSB). Zur Darstellung seiner Arbeit wird auf die jährlichen Rechenschaftsberichte verwiesen ( http://www.schwerhoerigen-netz.de ). Die Workshops sollen auch für die Mitglieder anderer Selbstvertretungsverbände von Hörgeschädigten zugänglich sein (z.B. DCIG, BHSA).

3. Maßnahmendurchführung
Es ist beabsichtigt, dass die Stelle die Gremienarbeit des DSB begleitet und unterstützt.
Weitere Maßnahmen sind die Planung und Durchführung der o.g. Strategie-Workshops. Diese dienen dem Aufbau von Kompetenzen für die ehrenamtlichen Kräfte des DSB und die Vermittlung von praktischen Erfahrungen in der Interessenvertretung auf der Bundesebene.

3.1 Arbeitspakete
a. Nachwuchsförderung
In diesem Workshop werden die Teilnehmer über die politische Struktur in Deutschland aufgeklärt, die verschiedenen politischen Ebenen dargestellt und die Einflussmöglichkeiten für einen Selbstvertretungsverband aufgezeigt.

b. DSB und DCIG
Bei diesem Workshop sollen die strategischen Ziele der beiden Verbände formuliert und abgestimmt werden. Der Abbau der kommunikativen Barrieren ist das generelle Ziel der beiden Verbände.

c. Umsetzung BTHG
Die Teilnehmer des Workshops werden auf den aktuellen Stand der Umsetzung des BTHG gebracht. Das Aufzeigen von Gestaltungsspielräumen und Nutzung von Einflussmöglichkeiten sind die Ziele des Workshops.

d. Kommunikative Barrierefreiheit
Der Abbau von kommunikativen Barrieren ist eine Daueraufgabe. Barrierefreiheit im Notruf und Katastrophenschutz ist noch herzustellen.

e. Jugend, Familie und Arbeitsmarkt
In der neuen Wahlperiode des Bundestages wird voraussichtlich die große Novelle des SGB VIII angegangen werden. Die Inklusion in der Kinder- und Jugendhilfe ist auch das Ziel des DSB. Das Ziel des Workshops ist Befähigung des DSB, damit dieser sich aktiv an der Diskussion zur SGB VIII – Novelle beteiligen kann.

f. Selbstvertretung von lautsprachlich orientierten Hörbehindertenverbänden
Das Ziel des Workshops ist die politische Selbstvertretung Hörbehinderter zu befähigen und zu organisieren. Die personellen und finanziellen Ressourcen sollen effektiv eingesetzt werden.

3.2 Zeitplanung:
Die Laufzeit der Maßnahmen beträgt 18 Monate. Die Zwischenergebnisse sollen auf den Strategie-Workshops erarbeitet werden.

3.3 Risikoabschätzung
Eine Herausforderung wird sein, die Teilnehmerzahl auch zu erreichen. Bei entsprechender Förderung des Bewusstseins der Notwendigkeit der politischen Teilhabe und der Motivation durch erste Erfolge ist das Ziel erreichbar. Weitere Risiken sind gegenwärtig nicht erkennbar, außer dass die Personalstelle aus gesundheitlichen Gründen ausfällt.

4. Erfolgsaussichten und Erfolgskontrolle
Der Erfolg der jeweils dargestellten Maßnahmen soll in der quantitativen und qualitativen Hinsicht messbar sein. Der DSB sieht es als Erfolg an, wenn die angestrebte durchschnittliche Teilnehmerzahl (=15) auch erreicht wird. Ein weiterer Indikator wäre die Herstellung eines Produktes (beispielsweise das Erstellen von Lösungsansätzen bei der Umsetzung des BTHG oder Lösungsbeitrag beim Katastrophenschutz).

5. Nachhaltigkeit
Die Ergebnisse der Workshops sollen protokollarisch festgehalten und auf der Homepage des DSB veröffentlicht werden. Der DSB geht davon aus, dass das bisherige Netzwerk ausgebaut und sein Bekanntheitsgrad sich erhöhen wird. Insbesondere soll die Mitarbeit und Mitwirkung in den Fachausschüssen der BAR, DG, DVfR und DBR hierzu beitragen. Ziel ist auch, dass der DSB nicht nur auf die Vorgaben und Vorschläge der Bundespolitik und Bundesverwaltung reagiert, sondern eine agierende Rolle einnehmen soll.

6. Finanzierungsplan
6.1 Personal
Diplom – Politologe
Erfahrung in der Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung
TVöD E 13, Stufe 1, 20 Std./ Wo
Dauer der Beschäftigungsmaßnahme= 18 Monate

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.07.2017


Abschluss:

31.12.2018


Fördernummer:

01KM170207

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS); Bundesprogramm zur Förderung der Partizipation von Menschen mit Behinderungen und ihrer Verbände an der Gestaltung öffentlicher Angelegenheiten (§ 19 BGG, Förderrichtlinie vom 26.10.2016)

ICF-Bezug des Projekts:

  • Das Projekt hat keinen ausdrücklichen ICF-Bezug.

Projektleitung:

  • Welter, Renate

Mitarbeitende:

  • Kammerbauer, Andreas

Institutionen:

Deutscher Schwerhörigenbund e.V.
Sophie-Charlotten-Straße 23 a
14059 Berlin
Ansprechpersonen:
Renate Welter, Vize-Präsidentin
Diplom-Politologe Andreas Kammerbauer
030 47541114
dsb@schwerhoerigen-netz.de
https://www.schwerhoerigen-netz.de

Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V.
Pro Retina Deutschland e.V.
Bundesarbeitsgemeinschaft Hörbehinderter Studenten und Absolventen e.V.

Participation of hearing impaired people in politics and society

Task As a self-representation organization, the DSB has set itself the goal of playing a more active role in shaping politics and society. For this purpose a full-time strength is to be won and used, which in co-operation with the honorary forces (presidency, representatives of the national federations, coworkers and woman employees of the specialized divisions) the Mitgestaltung in politics and society advances. To this the following activities count: a. Committee work b. Participation in working groups c. Issuing written statements d. Networking e. Political initiatives for communicative accessibility (e.g. emergency call, private media) f. Design and implementation of workshops for competence transfer, promotion of young professionals The DPO participates in the following bodies: + Expert Council of the BAR The BAR is upgraded by the BTHG and is expected to play an important and stronger role in the implementation of the BTHG. The exact extent of the contribution cannot yet be quantified, since the role description and the participation format have not yet been determined. The DPO assumes a greater working capacity than in previous years. + German Council for the Disabled (DBR) The DPO will continue to participate in the political decision-making of the DBR (working committee, etc.) via the DG. + German Society of Hearing Impaired Self-Help and Professional Associations e.V. (DG) a. Expert Committee Labor Market Policy b. Expert Committee Inclusive Education c. Specialist Committee Accessible Media The DPO is represented in all specialist committees and participates in their decision-making process. + BAG Selbsthilfe The DPO is represented in particular in the working group Participation and Equality. + AG Barrierefreiheit der Deutschen Bahn und bei der BAR In this AG, the DPO is particularly committed to the implementation of the two - sense principle. + German Association for Rehabilitation (DVfR) The DPO participates in the following expert committees via the DG: - AG "Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe" - Ausschuss "Berufliche Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen" - Ausschuss "Kommunikation und Teilhabe bei Hör-, Stimm- und Sprachstörungen" - Ausschuss "Bewegung, Sport und Freizeit" The number of meetings was very variable. Therefore, the effort cannot be described in more detail here. + Liga der Selbstvertretung e.V. The DSB is a founding member of the Liga der Selbstvertretung and will continue to play an active role. + "ad hoc" - working groups and expert discussions of the federal ministries In the past, expert discussions were held by the federal ministries. The DPO assumes that the federal ministries will continue to hold expert discussions. + Expert discussions by the federal parliamentary groups The DPO has received several invitations from the federal parliamentary groups to expert discussions and assumes that it will continue to receive such invitations. + Expert events on the part of other organizations of people with disabilities The DPO also participates in these events. + Action Alliance Participation Research The following eight measures are to be carried out to accompany the participation process: a. Junior Researcher Support Workshop (3rd quarter 2018) b. Strategy workshop DSB and DCIG (3rd quarter 2017) c. Strategy workshop on BTHG implementation (skills transfer) (4th quarter 2017 and 4th quarter 2018) d. Strategy workshop on communicative accessibility (1st quarter 2018 and 4th quarter 2018) e. Strategy workshop on youth, family and labor market (2nd quarter 2018) f. Strategy workshop of the associations in the self-advocacy of hearing impaired people with spoken language (2nd quarter 2018) We assume that on average 15 people participate in these workshops and the duration is from Friday evening to Sunday noon. Justification of the application: 1. Objectives and target groups 1.1 Overall objective and content of the measure The overall objective is to strengthen the political self-advocacy of hearing impaired people and for hearing impaired people. The number of hearing impaired people who are active in political self-advocacy in addition to self-help should increase. 2. Applicant and division of labor, cooperation with third parties The applicant is the German Association for the Hard of Hearing (Deutscher Schwerhörigenbund e.V., DSB). For the presentation of its work, reference is made to the annual accountability reports ( http://www.schwerhoerigen-netz.de ). The workshops should also be accessible to members of other self-representation associations of hearing impaired people (e.g. DCIG, BHSA). 3. Implementation of measures It is intended that the office accompanies and supports the committee work of the DPO. Further measures are the planning and implementation of the above mentioned strategy workshops. These serve to build skills for the volunteer strengths of the DPO and to provide practical experience in advocacy at the federal level. 3.1 Work Packages a. Promotion of young people In this workshop, the participants will be educated about the political structure in Germany, the different political levels will be presented and the possibilities of influence for a self-representation association will be shown. b. DSB and DCIG In this workshop, the strategic goals of the two associations will be formulated and coordinated. The reduction of communicative barriers is the general goal of both associations. c. Implementation BTHG The participants of the workshop will be brought up to date on the implementation of the BTHG. Identifying scope for design and using opportunities to exert influence are the goals of the workshop. d. Communicative accessibility Reducing communicative barriers is an ongoing task. Accessibility in emergency calls and disaster control still needs to be established. e. Youth, family and labor market In the new legislative period of the Bundestag, the major amendment of SGB VIII is expected to be addressed. Inclusion in child and youth welfare is also the goal of the DSB. The aim of the workshop is to empower the DPO to actively participate in the discussion on the SGB VIII amendment. f. Self-representation of hearing impaired associations The goal of the workshop is to empower and organize the political self-representation of hearing impaired people. Human and financial resources are to be used effectively. 3.2 Timing: The duration of the measures is 18 months. Interim results are to be developed at the strategy workshops. 3.3 Risk assessment One challenge will be to reach the number of participants as well. With appropriate promotion of awareness of the need for political participation and motivation through initial successes, the goal is achievable. No further risks are currently discernible, except for the fact that the staff position will be eliminated for health reasons. 4. Prospects for success and success monitoring The success of the measures presented in each case should be measurable in both quantitative and qualitative terms. The DPO considers it a success if the targeted average number of participants (=15) is also achieved. Another indicator would be the production of a product (for example, the creation of solution approaches in the implementation of the BTHG or solution contribution in disaster control). 5. Sustainability The results of the workshops should be recorded in minutes and published on the homepage of the DSB. The DPO assumes that the existing network will be expanded and its level of awareness will increase. In particular, the cooperation and participation in the expert committees of BAR, DG, DVfR and DBR should contribute to this. The goal is also that the DPO not only reacts to the guidelines and proposals of the federal policy and federal administration, but should take an acting role. 6. Financing plan 6.1 Personnel Diplom - Politologe Experience in the self-representation of people with disabilities TVöD E 13, Stufe 1, 20 Std./ Wo Duration of the employment measure= 18 months

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FO125803


Informationsstand: 11.02.2020