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Projektart: Gefördertes Projekt Modellprojekt
Maßnahmen zur Förderung der kommunikativen Kompetenz hörgeschädigter Menschen zur Nutzung von Telefon-Vermittlungsdiensten

Beschreibung / Inhalte

Der Umgang mit dem Telefon ist für gut hörende Menschen zur Selbstverständlichkeit geworden. Sie haben das Telefonieren bzw. eine entsprechende Telefonkultur seit frühester Jugend gelernt.
Ganz anders stellt sich die Situation von Kindheit an gehörloser Menschen dar.
Zwar ist vielen von ihnen die Einbindung von Gebärdensprachdolmetschern vor Ort bekannt und es werden auch neue Kommunikationsmöglichkeiten per Bildtelefon oder Internetverbindung via Webcam im unmittelbaren gebärdensprachlichen Kontakt untereinander genutzt. Eine gedolmetschte Telefonsituation mit hörenden Gesprächspartnern, wie z. B. Mitarbeitern von Institutionen, Ärzten oder Vorgesetzten, Arbeitskollegen und Kunden, stellt sie jedoch vor völlig andere bisher nicht gewohnte Situationen.
Erschwerend kommt für sie beim Telefondolmetschen hinzu, dass sie während des Gespräches ausschließlich den Gebärdensprachdolmetscher im Blick haben, nicht jedoch die jeweilige hörende Ansprechperson, die im akustischen Kontakt zum Dolmetscher steht.

Während der Tätigkeit der Relay-Dienste ist die Erfahrung gewonnen worden, dass Informationsdefizite gehörloser Nutzer zu einer angemessenen Telefonkultur Komplikationen nach sich ziehen und nicht selten Gesprächsverlaufe so negativ beeinflussen, dass entsprechend gewünschte Ziele von Telefonaten nicht erreicht werden konnten.
Seitens der Dolmetscher besteht hier die Problematik, dass sie aufgrund der Notwendigkeit, die Stringenz des Dolmetschens einhalten zu müssen, kaum in der Lage sind, moderierend bzw. korrigierend einzugreifen.
Hinzu kommt, dass die gehörlose Klientel aufgrund der im Vergleich zur Situation hörender Telefonierender deutlich höheren Kosten sowie begrenzt zur Verfügung stehender Telefondolmetschzeiten den Druck erfährt, Telefonate schnell abwickeln zu wollen. Diese Ausgangssituation sowie der Mangel an Erfahrung zur Erledigung von Telefonaten bzw. Telefonkultur stehen in negativer Wechselwirkung und wirken sich nachteilig im Hinblick auf den gewünschten Gesprächsverlauf aus.
Das Telefonieren mit Hilfe von Gebärdensprach- und Schriftdolmetschen stellt die hörgeschädigte Klientel vor besondere Herausforderungen und erfordert besondere Kommunikationskompetenzen. Informationsdefizite führen dazu, dass der Erfolg von Telefonaten trotz des zur Verfügung stehenden Dolmetschangebotes gefährdet ist.
Es ist deshalb notwendig, Bildungsangebote zu schaffen, die auf gedolmetschte Telefonate vorbereiten und einen erfolgreichen Verlauf der Telefonate begünstigen.

Methoden und Ziele des Projekts:
  • die Entwicklung von Curricula für Seminare zur Nutzung der Relay-Dienste,
  • Durchführung von Seminaren für hörgeschädigte Nutzer und
  • Erstellung von zwei Lehrfilmen auf der Basis der durch die Seminare gewonnenen Erfahrungen sowohl zum Telefon – Gebärdensprachdolmetschen als auch zum – Schriftsprachdolmetschen, die im Internet einer unbegrenzten Zahl der Nutzer zur Verfügung stehen werden.

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.08.2012


Abschluss:

31.01.2015


Fördernummer:

Va4 (Va1) 58330/245

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Projektleitung:

  • Hase, Ulrich, Prof. Dr. |
  • Kubus, Okan, Prof. Dr.

Institutionen:

Deutsche Gesellschaft der Hörbehinderten - Selbsthilfe und Fachverbände e. V.
Johannes-Wilhelm-Geiger-Weg 8
24768 Rendsburg
04331 589750
kubus@deutsche-gesellschaft.de
info@deutsche-gesellschaft.de
https://www.deutsche-gesellschaft.de/

Telesign Deutschland GmbH
Johannes-Wilhelm-Geiger-Weg 8
24768 Rendsburg
04331 / 5897 22
info@telesign.de
https://www.telesign.de/

Tess - Sign & Script - Relay-Dienste für hörgeschädigte Menschen GmbH
Johannes-Wilhelm-Geiger-Weg 8
24768 Rendsburg
04331-5897-23
info@tess-relay-dienste.de

Measures to promote the communicative competence of hearing-impaired people to use telephone switching services

Dealing with the telephone has become a matter of course for people with good hearing. They have learned to use the telephone or a corresponding telephone culture since their earliest youth. The situation of deaf people is completely different from childhood. Many of them are familiar with the involvement of sign language interpreters on site and also use new communication options via videophone or Internet connection via webcam in direct sign language contact with each other. An interpreted telephone situation with hearing interlocutors, like e.g. coworkers of institutions, physicians or superiors, work colleagues and customers, places them however before completely different situations so far not accustomed. aggravating for them with the telephone interpreting is added that they have during the discussion exclusively the sign language interpreter in the view, not however the respective hearing contact person, who stands in the acoustic contact to the interpreter. During the activity of the relay services the experience was won that information deficits of deaf users to an appropriate telephone culture entail complications and not seldom affect conversation courses so negatively that accordingly desired goals of telephone calls could not be reached. On the part of the interpreters here the problem exists that they are hardly able to intervene moderating and/or correcting due to the necessity to have to keep the stringency of the interpreting. In addition it comes that the deaf clientele experiences the pressure to want to complete telephone calls fast due to the clearly higher costs in comparison to the situation of hearing telephone users as well as limited available telephone interpretation times. This initial situation as well as the lack of experience for the completion of telephone calls and/or telephone culture stand in negative interaction and affect themselves disadvantageously regarding the desired discussion process. Telephoning with the help of sign language and written interpreting places the hearing-impaired clientele before special challenges and requires special communication authority. Information deficits lead to the fact that the success of telephone calls is endangered despite the available interpreting services. It is therefore necessary to create educational opportunities that prepare for interpreted telephone calls and promote a successful course of the telephone calls. Methods and goals of the project: - the development of curricula for seminars on the use of relay services, - conducting seminars for hearing-impaired users, and - creating two educational films based on the experience gained through the seminars on both telephone - sign language interpreting and - written language interpreting, which will be available on the Internet to an unlimited number of users.

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FO125428


Informationsstand: 02.05.2023