Projektart: Gefördertes Projekt Modellprojekt
Schwerhörigkeit und Barrierefreiheit: hörkomm.de - Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt

Beschreibung / Inhalte

In Deutschland leben 70 Millionen Personen über 14 Jahre, davon sind 13 Millionen Menschen von Schwerhörigkeit betroffen. Die statistische Wahrscheinlichkeit, von Hörschädigung betroffen zu sein, steigt dabei mit dem Alter: so weisen 6 % der 40- bis 49-Jährigen gegenüber 37 % der 60- bis 69-Jährigen eine Hörschädigung auf.

Schwerhörigkeit wird oft von Betroffenen nicht erkannt oder wird von ihnen ganz bewusst nicht angesprochen. Auch Arbeitgeber wissen zu wenig über die Probleme, die für Mitarbeiter aus einer Hörbeeinträchtigung entstehen. Unnötige Belastungen und Stress sind die Folge, Mitarbeiter können ihre Leistungsfähigkeit nicht mehr voll entfalten. Barrierefreie Arbeitsbedingungen stehen kaum zur Verfügung.

Mit der demografischen Entwicklung und verlängerten Lebensarbeitszeit steigt der Anteil älterer Arbeitnehmer. Für sie ist Schwerhörigkeit ein erhebliches Beschäftigungsrisiko. Um das Potential betroffener Arbeitnehmer für Unternehmen nutzen zu können und Beschäftigung zu sichern, muss Schwerhörigkeit im Unternehmen angemessen berücksichtigt werden. Fundierte Konzepte zur Einbeziehung von Schwerhörigkeit bei der Sicherstellung betrieblicher Barrierefreiheit gibt es aber bisher nicht.

Beschäftigungschancen schwerhöriger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lassen sich durch barrierefreie Arbeitsverhältnisse verbessern, bestehende Beschäftigungsverhältnisse werden sicherer. Ziel des Modellprojektes ist die Schaffung von Verfahren und Werkzeugen für die angemessene Berücksichtigung von Schwerhörigkeit bei der Umsetzung betrieblicher Barrierefreiheit. Die Verfahren werden zusammen mit Unterstützern entwickelt und in ausgewählten Betrieben erprobt.

Ergebnis ist ein im Internet veröffentlichter Leitfaden für einen barrierefreien Umgang mit Schwerhörigkeit in der Arbeitswelt mit dem Titel "Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt".

Der beruflichen Rehabilitation höreingeschränkter Arbeitnehmer verpflichtete Institutionen wirken mit bei der Entwicklung des Leitfadens. Sie nutzen den Leitfaden in ihren Aufgabengebieten: Prüfung der Qualität von Hilfsmitteln und Dienstleistungen, Verbraucherschutz, berufliche Integration, Eingliederungsmanagement, barrierefreies Bauen, betriebliche Interessenvertretung, Arbeitsplatzanpassung, Umsetzung von Barrierefreiheit, Zielvereinbarungen. Diese enge Zusammenarbeit mit Unterstützern sichert die Nachhaltigkeit der Projektergebnisse.

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.10.2010


Abschluss:

28.02.2015


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)

Projektleitung:

  • Lilienthal, Thomas

Mitarbeitende:

  • Clauss, Heike |
  • Lerche, Simone

Institutionen:

DIAS GmbH
Daten, Informationssysteme und Analysen im Sozialen
Haubachstraße 72
22765 Hamburg
040 431875 - 0
info@dias.de
https://www.hoerkomm.de/start.html
https://dias.de/

Leitfaden 'Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt' (2014)
https://www.hoerkomm.de/leitfaden.html

Vorstudie für den Leitfaden 'Barrierefrei hören und kommunizieren in der Arbeitswelt' (2012)
https://www.hoerkomm.de/projekthintergrund.html

Hearing loss and accessibility: hörkomm.de - Barrier-free hearing and communication in the working world

Germany is home to 70 million people over the age of 14, 13 million of whom suffer from hearing loss. The statistical likelihood of being affected by hearing loss increases with age: 6% of 40 to 49 year-olds have hearing loss, compared to 37% of 60 to 69 year-olds. Hearing loss is often not recognized by those affected or is deliberately not addressed by them. Employers also know too little about the problems that arise for employees from a hearing impairment. Unnecessary strain and stress are the result, and employees can no longer develop their full potential. Accessible working conditions are hardly available. With demographic developments and longer working lives, the proportion of older employees is increasing. For them, hearing loss is a significant employment risk. In order to be able to use the potential of affected employees for companies and to secure employment, hearing loss must be adequately taken into account in the company. So far, however, there are no well-founded concepts for the inclusion of hearing loss in the assurance of company accessibility. Employment opportunities for hearing impaired employees can be improved by barrier-free working conditions, and existing employment relationships become more secure. The aim of the model project is to create procedures and tools for the appropriate consideration of hearing loss in the implementation of company accessibility. The procedures are developed together with supporters and tested in selected companies. The result is a guide published on the Internet for barrier-free handling of hearing loss in the world of work entitled "Barrier-free hearing and communication in the world of work". Institutions committed to the vocational rehabilitation of hearing-impaired employees cooperate in the development of the guide. They use the guide in their areas of responsibility: Testing the quality of assistive products and services, consumer protection, vocational integration, integration management, barrier-free construction, company representation of interests, workplace adaptation, implementation of accessibility, target agreements. This close cooperation with supporters ensures the sustainability of the project results.

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FO125213


Informationsstand: 11.04.2023