Projektart: Gefördertes Projekt Modellprojekt
Beschreibung / Inhalte
Die Innovationen im Überblick:
• Betroffene als Gestaltende des Geschehens; Ausgangspunkt sind Lebensumfeld und Sozialraum der Leistungsberechtigten; wohnortnahe Angebote werden vorrangig einbezogen.• Die/der Sozialraumlots:in berät und begleitet als persönliche/r Koordinator:in die Beantragung und Inanspruchnahme der Hilfen. Sie/er begleitet bei Bedarf zu Terminen und verfolgt und fördert die Umsetzung begonnener Maßnahmen. Hilfe zur Selbsthilfe: Die TN werden aktiviert, eigene soziale Netzwerke und regionale Selbsthilfestrukturen zu nutzen und zu erweitern.
• Die Beratung kann unter Einsatz eines Beratungsbusses vor Ort (Sozialraum) erfolgen. Im Sinne der Sozialraumorientierung ist die Beratung nicht ausschließlich an Projekträumlichkeiten gebunden, sondern soll auch dort stattfinden, wo die Menschen zu erreichen sind. Vorgesehen sind ein mobiler Beratungsbus, Projektsprechstunden in Stadteilzentren und Beratungen im häuslichen Umfeld. Durch den Einsatz eines Beratungsbusses können die Sozialraumlots:in den Teilnehmenden / die Bedarfsgemeinschaft in ihrem Lebensumfeld kennen lernen und somit die individuellen sozialen Strukturen besser verstehen.
• Die Beratungs- und Unterstützungsleistungen schließen die Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft des Leistungsberechtigten ein. Die Beratung bezieht sich nicht ausschließlich auf die Teilnahmenden als Fokus-Personen, sondern ist systemisch ausgerichtet. Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft, deren Anliegen die TN in der Entscheidungsfindung und Handlungsweise unterstützend oder hemmend beeinflussen können, werden in die Beratung mit einbezogen. Den Auftakt hierfür bildet i.d.R. ein gemeinsames Beratungsgespräch mit allen Beteiligten, in dem die Anliegen und Erwartungen geklärt und das weitere Vorgehen vereinbart werden. Auf diese Weise werden im Sinne der Prävention Zielpersonen mit unklaren/drohenden psychischen/körperlichen Erkrankungen identifiziert und unterstützt, die ansonsten nicht vom Projekt erfasst worden wären.
• Medizinische und psychologische Beratungsangebote werden im Projekt vorgehalten.
• Die TN können über ein Gesundheits-Scheckheft kostenfreie gesundheitsbezogene Kurse und Sachleistungen in Anspruch nehmen.
• Es erfolgt der Einsatz innovativer digitaler Instrumente zur Sozialraumanalyse und zur Umsetzung digitaler Angebote für die TN. Basis für den Beratungsprozess bildet die Analyse des sozialen Netzwerkes, welches die TN zur Verfügung haben bzw. benötigen. Im Anamnesegespräch wird softwarebasiert das vorhandene persönliche Netzwerk mit der/dem TN erfasst. Die Erfassung und Dokumentation erfolgt digital (Beispiel: digitale Netzwerkkarte www.easynwk.com). Mit der sozialen Netzwerkkarte erhalten die TN einen besseren Überblick der eigenen Ressourcen und Netzwerke, um zukünftig einfacher und schneller auf ihre bestehenden Netzwerke zuzugreifen.
• Das Jobcenter Rhein-Berg und der Träger (Vergabemaßnahme) stellen ein interdisziplinäres Team aus Sozialraumlotsen, Arzt, Psychologe und Peer-Berater:innen, die in einer Bürogemeinschaft eng verzahnt zusammenarbeiten. Dazu gehören die gegenseitige Ergänzung bei der Anamneseerhebung, Abstimmung der Perspektivplanung und regelmäßige Fallbesprechungen. Die Peer-Beratenden sind hauptamtliche Mitarbeitende des Teams.
• Es erfolgt eine enge Kooperation mit regionalen Gesundheits-Dienstleistern (z.B. Gesundheits-Scheckheft) und eine TN und BG-bezogene Perspektiv-Beratung zur Vernetzung interner und externer Akteure.
Wir sind uns sicher, dass eine unter allen relevanten Akteuren abgestimmte Zusammenarbeit, eine individualisierte Bedarfsorientierung und Leistungserbringung, ein frühzeitiges und sicheres Erkennen von Einschränkungen und eine kontinuierliche Begleitung der Menschen wie der Bedarfsgemeinschaften der Schlüssel zum Erfolg bei der Erhaltung und Wiederherstellung ihrer Erwerbsfähigkeit als auch (Re-) Integration in den Arbeitsmarkt ist.
Das Projekt beinhaltet durch seine Orientierung an den Lebensräumen und gleichzeitig durch die Einbindung von Peerberatenden und Selbsthilfeorganisationen die Perspektive, dauerhaft niedrigschwellige Zugänge ohne die Unterstützung des Jobcenters aufzuzeigen und zu nutzen. Gleichzeitig verknüpft das Projekt weitere Akteure im Kreisgebiet mit dem Ziel einer dauerhaften Zusammenarbeit zur Unterstützung von SGB-II Empfänger: innen mit gesundheitlichen und sozialen Problemen, die über diese positive Zusammenarbeitser-fahrungen aus dem Projekt eine Eigendynamik entfalten, um hier miteinander aktiv zusammen zu arbeiten.
Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.
Beginn:
01.01.2024
Abschluss:
31.12.2027
Fördernummer:
663Z0091X1
Kostenträger:
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Bundesprogramm „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro“ (dritter Förderaufruf)
ICF-Bezug des Projekts:
- Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.
Projektleitung:
- Hoffmann, Lars |
- Kirbach, Andrea
Institutionen:
Jobcenter Rhein-BergBensberger Str. 8551465 Bergisch Gladbach Telefon: 02202 9333 215 E-Mail: jobcenter-rhein-berg.team-474@jobcenter-ge.de Homepage: https://www.jobcenter-rhein-berg.de/
GPS - Health and perspectives in the social space
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Schlagworte:
- Aufsuchende Arbeit und Beratung |
- Bedarfsorientierung |
- Begleitung |
- Beratung |
- Berufliche Integration |
- Berufliche Wiedereingliederung |
- Digitales Werkzeug |
- Dritter Förderaufruf |
- Gesundheitliche Einschränkung |
- Gesundheitsförderung |
- Hilfe zur Selbsthilfe |
- Lotse |
- rehapro |
- Soziale Teilhabe |
- Sozialraumorientierung |
- Trägerübergreifend
Referenznummer:
R/FO126122
Informationsstand: 11.12.2025