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Projektart: Gefördertes Projekt
Zukunft digitaler Teilhabe von Menschen mit Behinderung – Chancen, Risiken und Lösungsmöglichkeiten (digitaleTeilhaBe)

Beschreibung / Inhalte

Das Projekt "Zukunft digitaler Teilhabe von Menschen mit Behinderung – Chancen, Risiken und Lösungsmöglichkeiten (digitaleTeilhaBe)" zielte auf die Identifikation aktueller und zukünftiger Chancen, Herausforderungen und Risiken von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Kontext digitaler Medien und digitaler Bildung ab. Darüber hinaus wurden Entwicklungs- und Unterstützungsbedarfe und -möglichkeiten zur Stärkung von digitaler Teilhabe in Bildungs- und Arbeitsprozessen erfasst und ausdifferenziert. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse wurden Lösungsansätze erarbeitet und für Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik aufbereitet.

Die methodische Vorgehensweise im Projekt vereinte nach einem mixed-methods Ansatz quantitative Erhebungen, qualitative Interviews und partizipative Workshops in Form von Zukunftswerkstätten, bei denen Menschen mit Behinderungen als Expertinnen und Experten eigener Sache einbezogen wurden. Bei der Methode der Zukunftswerkstatt handelt es sich um einen Forschungsansatz, bei dem Menschen mit Behinderung partizipativ und inklusiv einbezogen werden können. In Anlehnung an Jungk et al. (1989) besteht die Zukunftswerkstatt aus drei Teilen:

Im ersten Teil, der Beschwerde- und Kritikphase, wurden Barrieren identifiziert und Bedarfe formuliert.
Das Ziel im zweiten Teil, der Phantasie- und Utopiephase, war, Utopien so zu formulieren, dass möglichst alle Bedarfe abgedeckt wurden.
In der Verwirklichungs- und Praxisphase und somit im letzten Teil ging es darum, die aufgestellten Utopien in realistische Lösungsansätze zu überführen.

Die Ergebnisse einer deutschlandweiten Online-Befragung von Menschen mit Behinderung sowie Fachkräften im Bereich der beruflichen Rehabilitation, der qualitativen Interviews mit Menschen mit Behinderung und die Ansätze aus den Zukunftswerkstätten wurden miteinander verzahnt und flossen in einen praktischen Leitfaden mit dem Titel „Barrieren digitaler Teilhabe erkennen und überwinden“ ein. Im Leitfaden werden Möglichkeiten vorgestellt, die kurzfristig durch Betroffene selbst bzw. durch ihr Umfeld umgesetzt werden können und keiner strukturellen Veränderung (zum Beispiel auf politischer oder gesetzlicher Ebene) bedürfen.

Mögliche Handlungsfelder für die politische Ebene und strukturelle Lösungsansätze werden in einer gesonderten Veröffentlichung beschrieben. Hier handelt es sich um Lösungen, die unter anderem politische und gesetzliche Änderungsdimensionen beinhalten. Diese Lösungsansätze sind Inhalt des strukturellen Leitfadens mit dem Titel "Strukturelle Barrieren digitaler Teilhabe. Handlungsfelder für politische Aktivitäten".

Die Ergebnisse des Projektes wurden zudem auf Konferenzen, in wissenschaftlichen Fachzeitschriften vorgestellt und im Rahmen einer barrierefreien digitalen Abschlussveranstaltung präsentiert.

Projektbeschreibung von Projektverantwortlichen übernommen.

Beginn:

01.11.2021


Abschluss:

29.02.2024


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Förderprogramms INSIGHT

ICF-Bezug des Projekts:

  • Die ICF ist kein ausdrücklicher Forschungsgegenstand, wird aber im Vorhaben genutzt, z.B. durch den Einsatz ICF-basierter Instrumente / Skalen zur Beschreibung von Untersuchungsvariablen, Verlaufsdokumentation, Ergebnismessung etc.

Projektleitung:

  • Lorenz, Sabrina |
  • Schley, Thomas

Institutionen:

Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb)
Rollnerstraße 14
90408 Nürnberg

0911-2777991
sabrina.lorenz@f-bb.de
https://www.f-bb.de/unsere-arbeit/projekte/zukunft-digitale...

Kreuder-Schock, M. and Lorenz, S. (2024), "Opportunities and barriers in digitalised labour settings in people with invisible disabilities", Journal of Enabling Technologies, Vol. ahead-of-print No. ahead-of-print. https://doi.org/10.1108/JET-01-2024-0004

Kreuder-Schock, M./Lietz, S./Kreider, I./Lorenz, S./Schley, T. (2024). Barrieren digitaler Teilhabe erkennen und überwinden. Ein Leitfaden für die Praxis. f-bb-online 01/24

Lorenz, S. and Schley, T. (2024). Barrieren und Handlungsfelder digitaler Teilhabe von Menschen mit Behinderung. In: Ixmeier, S., Buck, P. & Münk, D. (Hg.). (2024) Chancen für Alle durch (berufliche) Bildung: Inklusion und Teilhabe für Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung (1. Auflg.). Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10:3278/9783763976386

Kreider I./Kreuder-Schock, M./Lorenz, S./Schley, T. (2023). Inklusion und Digitalisierung – Zwischen Chancen und Herausforderungen digitaler Teilhabe von Menschen mit Behinderung. In: Kögler, K. [Hrsg.], Kremer, H. [Hrsg.] & Herkner, V. [Hrsg.] (2023): Jahrbuch der berufs- und wirtschaftspädagogischen Forschung 2023. Opladen. Berlin. Toronto: Verlag Barbara Budrich, online unter: https://www.pedocs.de/volltexte/2023/28008/pdf/JBWF_2023.pdf

Lorenz, S./Kreuder-Schock, M./Kreider, I./ Lietz, S./Schley, T. (2023). Digitale Teilhabe von Menschen mit Behinderung – Erste Erkenntnisse zu Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung im Arbeitsleben. In: QfI - Qualifizierung für Inklusion, Online-Zeitschrift zur Forschung über Aus-, Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte, Bd. 5 Nr. 2 (2023), online unter: https://www.qfi-oz.de/index.php/inklusion/article/view/117/157

The future of digital participation of people with disabilities - opportunities, risks and possible solutions (digitaleTeilhaBe)

The project "The future of digital participation of people with disabilities - opportunities, risks and possible solutions (digitaleTeilhaBe)" aimed to identify current and future opportunities, challenges and risks for people with different disabilities in the context of digital media and digital education. In addition, development and support needs and possibilities for strengthening digital participation in education and work processes were recorded and differentiated. Based on the findings, solutions were developed and prepared for education, research and innovation policy. The methodological approach in the project combined quantitative surveys, qualitative interviews and participatory workshops in the form of future workshops, in which people with disabilities were involved as experts in their own right, using a mixed-methods approach. The future workshop method is a research approach in which people with disabilities can be involved in a participatory and inclusive manner. Based on Jungk et al. (1989), the future workshop consists of three parts: In the first part, the complaint and criticism phase, barriers were identified and needs were formulated. The aim of the second part, the fantasy and utopia phase, was to formulate utopias in such a way that as many needs as possible were covered. In the realization and practice phase, and thus in the final part, the aim was to transform the utopias that had been drawn up into realistic solutions. The results of a Germany-wide online survey of people with disabilities and professionals in the field of vocational rehabilitation, the qualitative interviews with people with disabilities and the approaches from the future workshops were interlinked and incorporated into a practical guide entitled "Recognizing and overcoming barriers to digital participation in working life". The guide presents possibilities that can be implemented in the short term by those affected themselves or by their environment and do not require any structural change (for example at political or legal level). Possible fields of action for the political level and structural solutions are described in a separate publication. These are solutions that include political and legal dimensions of change. These solutions are included in the structural guidelines entitled "Structural barriers to digital participation. Fields of action for political activities". The results of the project were also presented at conferences, in scientific journals and as part of a barrier-free digital closing event.

This text was automatically translated by DeepL.

Referenznummer:

R/FO126172


Informationsstand: 21.05.2025