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Angaben zum Forschungsprojekt

Expertenbefragung: Aufgaben und Handlungsfelder im Disability Management

Bedingt durch den demografischen Wandel müssen immer weniger und ältere Beschäftigte die gleichzeitig wachsenden Anforderungen der Arbeitswelt bewältigen. Da das Risiko einer arbeitsbedingten Behinderung mit dem Alter zunimmt, hat der Gesetzgeber eine Reihe von Gesetzesänderungen vorgenommen, mit denen die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern möglichst lange erhalten bleiben soll. Infolgedessen steigt der Bedarf an Experten der beruflichen Rehabilitation. Ein wichtiger Schritt war darum die Einführung der Weiterbildung zum Certified Disability Management Professional (CDMP) nach kanadischem Vorbild durch die Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV). Im internationalen Kontext ist die Bedeutung professioneller Beratung und Unterstützung für den Erfolg der beruflichen Rehabilitation erkrankter und behinderter Menschen schon lange Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. In Deutschland dagegen wurde bisher noch nicht untersucht, welche Kompetenzen Experten der beruflichen Rehabilitation für ihre Arbeit benötigen und ob ihre Ausbildung den hiesigen Erfordernissen entspricht. Diese Lücke füllt die vorliegende Studie. 217 Disability Manager und andere Experten der beruflichen Rehabilitation wurden zu ihren Aufgaben sowie den hierfür notwendigen Kompetenzen befragt. Zwei wichtige Bereiche konnten dabei identifiziert werden: Einerseits die konkrete Arbeit mit dem Klienten und andererseits Managementaufgaben auf Organisationsebene. Hier zeigt sich im Gegensatz zu den Ergebnissen anderer Studien z. B. aus den USA oder Australien ein geringerer Grad an Spezialisierung. Mögliche Gründe für diese Unterschiede werden diskutiert.



Beginn:

01.01.2008


Abschluss:

31.12.2010


Art:

Eigenprojekt



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Abstract

Competencies and tasks of disability management professionals in Germany

Due to demographic changes a shrinking and aging workforce is having to cope with rising market requirements for skilled labour in Germany. As the risk of occupational disability rises with age, lawmakers have introduced a number of legislative changes to sustain workers' ability to work as long as possible. An important step in this direction was the introduction of a training program to become a Certified Disability Management Professional (CDMP), based on the Canadian model and driven by the German Social Accident Insurance (DGUV). International scientific research has long recognised the importance of professional counselling and support for successful vocational rehabilitation of sick and disabled people. In Germany, however, there has been a lack of studies investigating which competencies disability managers need for their work or whether their training is adequate. The present study fills this gap. 217 disability managers and other vocational rehabilitation professionals were asked about their tasks and the competencies required for their work. Two important areas of responsibility were identified: work with the client, on the one hand, and organisational and managerial tasks on the other. This represents a lower degree of specialisation than that found in related American or Australian studies. Possible reasons for these differences are discussed.


Referenznummer:

R/FO125171


Informationsstand: 18.05.2011