Inhalt

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Barrierefreie Dienstleistungen - Benachteiligungen von behinderten Menschen beim Zugang zu Dienstleistungen privater Unternehmen

Auch fünf Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) befindet sich die deutschsprachige Diskriminierungsforschung mit Bezug auf behinderte Menschen in einem Entwicklungsstadium. Nach wie vor fehlen fundierte sozialwissenschaftliche Untersuchungen und somit valide Erkenntnisse darüber, welche Mechanismen, Strukturen und Prozesse im Fall von Behinderung zu Diskriminierung führen. Dies gilt insbesondere für die empirische Erfassung von Benachteiligungen in Geschäften des täglichen Lebens und bei Dienstleistungen.

Zielsetzung der Studie ist eine empirische Untersuchung der aktuellen Praxis der Diskriminierung behinderter Menschen in Deutschland, um im Ergebnis Empfehlungen zur Verbesserung der empirischen Datenlage formulieren, möglichen Handlungsbedarf für die Rechtspraxis erkennen und Perspektiven für die Diskriminierungsforschung aufzeigen zu können. Die Expertise fokussiert auf die Benachteiligungen, die behinderten Menschen in Deutschland widerfahren, wenn sie in sogenannte Massengeschäfte eintreten wollen. Die Studie ist in drei Arbeitspakete unterteilt: Zum einen wird die bisherige Forschungslage mit dem Ziel einer annotierten Bibliographie systematisch erfasst. Zum anderen werden möglichst alle in Deutschland gemeldeten Diskriminierungsfälle behinderter Menschen zusammengetragen und systematisch analysiert. Des Weiteren sollen zur Datenvalidierung behinderte Menschen, die Diskriminierungserfahrungen haben, in (Telefon-) Interviews befragt werden.



Beginn:

01.02.2011


Abschluss:

31.01.2012


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125315


Informationsstand: 26.07.2011