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Angaben zum Forschungsprojekt

Der gesellschaftliche Mehrwert von Werkstätten für behinderte Menschen - Bundesweite Studie zum Social Return on Investment von Werkstätten für behinderte Menschen

Wie kann man die Leistungen von Werkstätten für behinderte Menschen transparent darstellen?
Diese Frage stellte sich auch die Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM). Hierauf gaben die Ergebnisse der SROI-Studien einzelner Werkstätten eine erste Antwort, die nun auf eine breite Basis gestellt werden muss.

Deshalb entschloss sich die BAG WfbM im Frühjahr 2013 eine großangelegte Studie zum Social Return on Investment zu initiieren. Die Grundlage dieser Studie bilden 20 Werkstätten für behinderte Menschen, die im Rahmen eines objektiven Verfahrens von über 50 Bewerbern ausgewählt wurden. Da das Auswahlverfahren sowohl regionale als auch strukturelle Kriterien berücksichtigte, bildet die SROI-Studie der BAG WfbM sowohl die strukturelle als auch regionale Heterogenität der Werkstättenlandschaft ab.

Werkstätten für behinderte Menschen befinden sich in einem Spannungsfeld aus wachsenden Ansprüchen an ihre Leistungsfähigkeit und zunehmenden Spardruck seitens der Kostenträger. Viel zu oft wird die sozialpolitische Diskussion über Rehabilitationseinrichtungen auf einige wenige Aspekte verkürzt. So werden etwa Werkstätten mitunter an Indikatoren oder Kennzahlen gemessen, die die Qualität der erbrachten Teilhabeleistungen und ihre gesellschaftliche Relevanz nicht realistisch wiedergeben können. Die Analyse des Social Return on Investment hingegen ermöglicht eine umfassende Perspektive, die sowohl die tatsächlichen Zu- und Abflüsse öffentlicher Mittel sowie regionalökonomische und qualitative Indikatoren in den Blick nimmt. Sie bildet den Mehrwert sozialer Dienstleistungen ab.

Zur Analyse dieses Mehrwerts untersucht die SROI-Studie der BAG WfbM die SROI-Perspektiven 1 bis 4 von jeweils 20 Werkstätten für behinderte Menschen. Mit dem SROI 1 und 2 werden zwei Perspektiven eröffnet, die die Zuwendungen an die Werkstatt und an die Beschäftigten sowie die Rückflüsse an die öffentliche Hand transparent machen. Zudem wird anhand des SROI 3 dargestellt, welche gesellschaftlichen Kosten entstehen würden, wenn es Werkstätten nicht gäbe. Eine regionalökonomische Perspektive bietet der SROI 4: Er untersucht, welchen Mehrwert die Werkstatt für Bürger und Wirtschaft vor Ort hat.

Momentan befindet sich die Studie in einem fortgeschrittenen Status und die Erhebung der für die Auswertung relevanten Daten läuft bereits. Detaillierte Projektergebnisse werden für das 3. Quartal 2014 erwartet.



Beginn:

01.02.2014


Abschluss:

31.10.2014


Art:

Eigenprojekt / Wissenschaftliche Arbeit



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125575


Informationsstand: 23.06.2014