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Angaben zum Forschungsprojekt

Statistische Analysen zur Entwicklung der Ausbildungsberufe für behinderte Menschen

Mit Hilfe der Berufsbildungsstatistik und der Statistik über Rehabilitation sollen die strukturellen Entwicklungen bei den Ausbildungsberufen für behinderte Menschen untersucht und dargestellt werden. Eine der wesentlichen Schwierigkeiten der knapp 200 geregelten Ausbildungsberufe (§ 48b BBiG und § 42d HwO) und 910 Kammerregelungen ist, dass sie nur in ganz wenigen Fällen (7) bundeseinheitlich geordnet wurden. Im Gegensatz zu den Ausbildungsordnungen nach § 25 BBiG, § 25 HwO gibt es im geltenden Recht keine Regelungskompetenz des Bundes für den Erlass einheitlicher, bundesweit geltender Ordnungen. Die Regelungskompetenz liegt vielmehr ausschließlich bei den zuständigen Stellen i.d.R. also bei den Kammern der Wirtschaft. Dadurch entstand eine Regelungsvielfalt, die zwar den jeweiligen örtlichen betrieblichen Belangen entsprechen mag, aber nicht den Bedürfnissen behinderter Jugendlicher nach einer von den jeweiligen regionalen Besonderheiten unabhängigen Verwertbarkeit der erworbenen beruflichen Qualifikationen gerecht wird.

Die Untersuchungsergebnisse können Grundlage für Anregungen und Vorschläge sein
a) zur Einführung gestufter Berufe, die einen Übergang in reguläre Ausbildungsberufe zulassen und damit auch
b) zur Novellierung des § 48b BBiG, § 42d HwO,
c) zum Abbau der bisherigen Regelungsvielfalt,
d) zu mehr bundeseinheitlichen Regelungen und damit zu einer größeren Transparenz und Vergleichbarkeit der erworbenen Qualifikationen.

Weiterhin sollen auf Anfrage Auskünfte in Form statistischer Auswertungen bzw. Dokumentationen zu diesen Themen erteilt werden für Externe, für Mitarbeiter des BIBB sowie für den Ausschuss für Behinderte.

Den statistischen Analysen wird eine exemplarische Untersuchung von etwa zehn bis fünfzehn Ausbildungsordnungen vorangestellt um zu prüfen, ob Regelungen unterschiedlicher Kammern mit gleichen Berufsbenennungen identische Inhalte aufweisen. Die statistischen Analysen sollen durchgeführt werden unter Einbeziehung folgender Merkmale von behinderten Jugendlichen bzw. der Berufe nach § 42d HwO:
- Entwicklung der Zahl der Berufe
- Entwicklung der Zahl der Jugendlichen
- Entwicklung der Zahl der Kammerregelungen
- zeitlicher Umfang der geregelten Berufe
- Verteilung der Jugendlichen nach Ausbildungsbereichen
- schulische Vorbildung der Jugendlichen
- Altersstruktur der Jugendlichen
- geschlechtsspezifische Besetzung der Berufe
- ausländische Staatszugehörigkeit der Jugendlichen
- Prüfungserfolg der behinderten Jugendlichen
- Vertragslösungen der behinderten Jugendlichen
- Verteilung behinderter Jugendlicher auf reguläre Ausbildungsberufe und Berufe nach § 48 BBiG/§ 42b HwO
- strukturelle Veränderung der o.g. Merkmale im Zeitverlauf.

Zur Darstellung der Ergebnisse werden Grafiken und tabellarische Aufbereitungen benutzt.



Beginn:

01.10.2004


Abschluss:

31.03.2006


Art:

Eigenprojekt



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3304


Informationsstand: 17.03.2006