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Angaben zum Forschungsprojekt

Hilfen für Menschen mit autistischem Verhalten

Das Projektvorhaben verfolgt sowohl quantitative als auch qualitative Ziele:

Quantitative Ziele:
Es soll ein Überblick darüber gewonnen werden, wie viele Schülerinnen und Schüler mit autistischem Verhalten in Baden-Württemberg an Sonderschulen bzw. an allgemeinen Schulen unterrichtet werden.
Es soll eruiert werden, wie viele Menschen mit autistischem Verhalten in Werkstätten für behinderte Menschen arbeiten und in Wohneinrichtungen leben.

Qualitative Ziele:
Es sollen neben einer differenzierten Beschreibung dieser Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen Biographien von Menschen mit autistischen Verhalten zum besseren Verständnis von Entwicklungsverläufen dokumentiert werden.
Es sollen richtungsweisende Hilfeangebote und Fördermöglichkeiten beschrieben, analysiert, bewertet und weiterentwickelt werden.

Vorgehensweise
Für die Erhebung insbesondere der quantitativen Daten, aber auch zur Gewinnung qualitativer Informationen wurde ein 15-seitiger Fragebogen entwickelt und in knapp 6000-facher Ausfertigung an ca. 500 baden-württembergische Sonderschulen sowie an ca. 500 stichprobenartig ausgewählte allgemeine Schulen versandt.

Daneben wurde eine kontinuierlich tagende Projektgruppe etabliert, in der sechs Sonderschulen, die bereits über besondere Erfahrungen und Konzepte im Zusammenhang mit der Förderung dieser Kinder und Jugendlichen verfügen, gezielt im Blick auf Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Bildungs-, Hilfe- und Förderangeboten zusammenarbeiten. Dasselbe gilt für die Werkstätten und Wohneinrichtungen: Auch hier wird eine Projektgruppe bestehende, besonders nachhaltige Unterstützungsformen zusammentragen und weiterentwickeln.

Zusätzlich sollen Verhaltensbeobachtungen, Interviews und Erkundungen von Einzelbiographien sowie von Lern-, Bildungs- und Versorgungsangebote in Schulen, Werkstätten und Wohneinrichtungen die Situation autistischer Menschen transparenter machen.

Die wichtige Kooperation mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem medizinischen Bereich wird realisiert, indem der Projektverlauf sowie Projektergebnisse in regelmäßigen Abständen mit einer Gruppe entsprechender Fachkolleginnen und -kollegen vertiefend diskutiert werden. Zudem begleitet ein Projektbeirat, dem Expertinnen und Vertreter von Verbänden, der zuständigen Ministerien sowie der Kostenträger angehören, den Projektverlauf.

Am Ende wird neben aktuellen Zahlen hinsichtlich der Häufigkeit des Syndroms eine Systematisierung und Zusammenfassung bewährter, weiter- oder neu entwickelter Konzepte und Förderansätze stehen, die insgesamt zu einer Verbesserung der vorhandenen Versorgungsangebote und Hilfesysteme beitragen sollen.



Beginn:

01.09.2006


Abschluss:

31.08.2009


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg
Ludwig Schlaich Stiftung



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3669


Informationsstand: 24.04.2008