Inhalt

in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

Einsatzmöglichkeiten des Persönlichen Budgets bei der sozialen und beruflichen Inklusion von Menschen mit autistischen Syndromen anhand konkreter Beispiele aus der beruflichen Rehabilitation

Bisher durchgeführte Modellprojekte zur beruflichen Förderung und zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Autismus haben gezeigt, dass diese Menschen beruflich bildbar sind und in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden können. Dabei ist die Nachhaltigkeit einer Vermittlung abhängig von einer geeigneten Arbeits- und auch Wohnform und eng mit einer sozialen Einbindung der Betroffenen sowie einer passgenauen individuellen Unterstützung in lebenspraktischen Belangen und in der Freizeitgestaltung verbunden.

Im Projekt soll untersucht werden, inwieweit es Betroffenen gelingen kann, als Budgetnehmer Leistungen eigenständig 'einzukaufen'. Außerdem soll untersucht werden, wie Menschen aus dem autistischen Spektrum mit Hilfe budgetfähiger Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, Umschulungs- und Anpassungslehrgänge den wachsenden Erfordernissen des Arbeitsmarktes gerecht werden können, um die Nachhaltigkeit des Rehabilitationserfolges, also die Integration in Beruf und Gesellschaft zu sichern.

Die Hemmschwellen, die einzelne Personen bislang daran hinderten, ein Persönliches Budget zu beantragen, sollen lokalisiert werden und der Unterstützungs- und Beratungsbedarf von Menschen mit Autismus sollen erhoben werden.
Es soll eine Übersicht über geeignete budgetfähige Leistungen über alle Lebensbereiche hinweg gewonnen werden.

Desweiteren werden Personen mit unterschiedlichem Hilfebedarf bei der Beantragung des Persönlichen Budgets begleitet. So wird der Antrags- und Bewilligungsprozess im jeweiligen Einzelfall dokumentiert und die Ergebnisse können gegenübergestellt werden. Antragsverfahren, Leistungen, Effekte und Leistungsangebote sollen umfassend evaluiert und Best-Practice-Beispiele beschrieben werden. Aus den sich ergebenden Empfehlungen soll ein Handlungsleitfaden für Personen mit Autismus zur Inanspruchnahme des Persönlichen Budgets entwickelt werden.

Außerdem soll Hilfestellung bei der Entwicklung eines regionalen Unterstützungssystems für den Personenkreis geboten werden, unter anderem mit Hilfe einer Internetplattform mit Chatrooms, in denen sich Personen bei konkreten Ansprechpartnern oder mittels eingestellter Handlungshilfen (Checklisten, Strukturierungshilfen, Behördenwegweiser, Notfallpläne) Unterstützung holen können. Diese interaktive Plattform soll Betroffenen, aber auch Angehörigen und professionellen Helfern zugänglich sein.

Es ist vorgesehen, die aktuellen Ergebnisse des Modellprojekts durch Fachvorträge, Fachtagungen und Publikationen in Fachorganen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und niederschwellige Informationsveranstaltungen für Betroffene, Angehörige und gesetzliche Vertreter durchzuführen.



Beginn:

01.03.2009


Abschluss:

30.06.2011


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3768


Informationsstand: 18.04.2011