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Forschungsprojekt
Projektart: Eigenprojekt Studie
Inklusion am Arbeitsplatz stärken: Wie und warum verhaltensökonomische Erkenntnisse helfen, Menschen mit Behinderungen bei Einstellungen seltener zu diskriminieren – zum Wohle aller

Beschreibung / Inhalte

Diese Studie widmet sich intensiv der Analyse der komplexen Hürden und verhaltensökonomischen Einflüsse, die die Einstellung von Menschen mit Behinderungen negativ beeinflussen und entwickelt Ansätze, um diese Hindernisse mithilfe von Nudging-Strategien und inklusiven Führungsstrategien zu überwinden.

Unternehmen suchen aufgrund des Fachkräftemangels und des demographischen Wandels zunehmend dringend nach geeigneten Mitarbeitern. Menschen mit Behinderungen weisen geeignete Qualifikation auf, werden aber oftmals im Einstellungsprozess aufgrund ihrer behinderungsbedingten Individualität nicht berücksichtigt. Diese (unbewusste) Diskriminierung, die in jeder Phase des Beschäftigungszyklus stattfindet, verhindert die Potenzialnutzung dieser Mitarbeitergruppe zum Wohle der Beschäftigten und der Unternehmen.

Mit verhaltensökonomischen Ansätzen, wie dem Nudging, können diese Einstellungs- und Beschäftigungshürden überwunden werden. Nudges sind Anstupser, die menschliches Verhalten und individuelle Entscheidungen durch minimal-invasive, nicht-finanzielle Eingriffe in eine gewünschte Richtung lenken, ohne die Wahlfreiheit einzuschränken. Die analysierten Nudges der Zielsetzung, des Feedbacks, der Defaults und der Informations-Nudges zeigen praxisnahe Ansätze für eine Win-Win-Situation für Beschäftigte und Unternehmen auf.

Ferner wird der Stellenwert des Inklusionserlebens und einer inklusiven Unternehmenskultur diskutiert. Durch ein positives Inklusionserleben verbessert sich unter anderem die Arbeitszufriedenheit als auch beruflicher Stress. Zudem profitieren Unternehmen daneben aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten: Bei Untererfüllung der gesetzlichen Quote zur Einstellung von Menschen mit Behinderungen müssen Unternehmen eine Ausgleichsabgabe zahlen. Diese entfällt, wenn sich Mitarbeiter mit Behinderungen offenbaren, die ihre Behinderung bisher aufgrund von Diskriminierungsangst nicht kommuniziert haben.

Projektdaten

Beginn:

01.03.2023


Abschluss:

30.09.2023


Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Trögeler, Philipp

Mitarbeitende:

  • Hensen, Julia

Institutionen:

Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Konrad-Adenauer-Ufer 21
50688 Köln
Telefon: 00492214981835 E-Mail: troegeler@iwkoeln.de
Homepage: https://www.iwkoeln.de

Strengthening inclusion at the workplace: How and why behavioural economic insights help to reduce discrimination against people with disabilities in hiring – for the benefit of all

This study focuses on analysing the complex barriers and behavioural economic influences that negatively affect the recruitment of people with disabilities and develops approaches to overcome these barriers using nudging strategies and inclusive leadership strategies. Due to the shortage of skilled labour and demographic change, companies are increasingly looking for suitable employees. People with disabilities have suitable qualifications, but are often not considered in the recruitment process due to their disability-related individuality. This (unconscious) discrimination, which takes place at every stage of the employment cycle, prevents this group of employees from realising their potential for the benefit of employees and companies. Behavioural economic approaches, such as nudging, can overcome these recruitment and employment barriers. Nudges are nudges that steer human behaviour and individual decisions in a desired direction through minimally invasive, non-financial interventions without restricting freedom of choice. The analysed nudges of goal setting, feedback, defaults and information nudges show practical approaches for a win-win situation for employees and companies.

The importance of the experience of inclusion and an inclusive corporate culture is also discussed. A positive experience of inclusion improves job satisfaction and occupational stress, among other things. Companies also benefit from an economic perspective: If the statutory quota for hiring people with disabilities is not met, companies have to pay a compensatory levy. This is waived if employees with disabilities who have not previously communicated their disability due to fear of discrimination come forward.

Referenznummer:

R/FO126107


Informationsstand: 09.11.2023