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Kostenfrei, deutschlandweit und firmenunabhängig (07.02.2022)

agnes@work unterstützt berufstätige Menschen mit Seheinschränkung

AgnesAtWork

Veränderungen am Arbeitsplatz sind für alle eine Herausforderung. Die Gefahr, dass Beschäftigte mit Blindheit oder Sehbehinderung dabei abgehängt werden, ist besonders groß. Agile Arbeitsmethoden lösen z. B. feste Teamstrukturen und Zuständigkeiten auf, immer häufiger wird neue Software eingeführt.

Beschäftigte mit Seheinschränkung können dadurch gravierend in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit beeinträchtigt werden: Ehemals feste Ansprechpersonen gehen verloren, das neue digitale Dokumentenmanagementsystem ist nicht mehr mit einer Bildschirmvergrößerungssoftware kompatibel. Ständig wechselnde Einsatzorte überfordern die Mobilität eines blinden Kollegen.

Mitunter entwickeln sich Augenprobleme erst im Laufe der Berufstätigkeit. Aus Angst vor Arbeitsplatzverlust verschweigen die Betroffenen die Sehverschlechterung, aber die verminderte Leistungsfähigkeit, Unsicherheit, sozialer Rückzug und ein vermehrter Bedarf an personeller und technischer Unterstützung werden längst von Vorgesetzten und Kolleg*innen registriert.

Fragen der Arbeitsplatzsicherung und Potenzialentwicklung sehbehinderter und blinder Beschäftigter berühren unter anderem die Bereiche angepasste Hilfsmittel und Arbeitstechniken, Stärkung der Autonomie und Selbstwirksamkeit, Teamarbeit, bedarfsgerechte Weiterbildung, barrierefreie Informationstechnik und Umfeld-Gestaltung sowie die Etablierung inklusiver Strukturen im Unternehmen.

Bei all diesen Themen berät und unterstützt das Projekt agnes@work vor Ort am Arbeitsplatz: Die Betroffenen, die Schwerbehindertenvertretungen und alle übrigen betriebsinternen und externen Beteiligten – kostenfrei, deutschlandweit und firmenunabhängig. 

Mehr Informationen: Unterstützung am Arbeitsplatz – agnes@work