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07.10.2021 | Tipp: Online-Plattform ‚Qualitätsoffensive Teilhabe‘

Forschende entwickeln Materialien für die Arbeit mit erwachsenen Menschen mit schwerer Behinderung

Logo Qualitätsoffensive Teilhabe

Die Online-Plattform ‚Qualitätsoffensive Teilhabe‘ ist das Ergebnis eines vierjährigen Forschungsprojekts der Abteilung Pädagogik bei geistiger Behinderung an der Humboldt Universität zu Berlin in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und verschiedenen Praxiseinrichtungen.

Die Plattform ist seit Februar 2021 online und für interessierte Nutzer*innen frei zugänglich.

Ziel des Projekts war die Konzeption von nachschulischen Angeboten für erwachsene Menschen mit schwerer Behinderung sowie die Entwicklung eines Qualifizierungsprogramms für die pädagogischen Mitarbeiter*innen in den Einrichtungen, um die Qualität der Arbeit mit erwachsenen Menschen mit schwerer Behinderung zu verbessern.

Die Materialien der Online-Plattform umfassen aktuell ein Volumen von mehr als 30 Gigabyte mit ca. 70 selbst erstellten Filmen, 22 Texten zu theoretischen Grundlagen, 38 Modulen zur Gestaltung von Angeboten und ca. 2000 Hinweisen zu weiterführender Literatur und Materialien. Die Inhalte der Plattform werden kontinuierlich weiter entwickelt. Detaillierte Informationen finden Sie hier: https://qualitaetsoffensive-teilhabe.de/einfuehrung/ 

(Quelle: Abteilung Pädagogik bei geistiger Behinderung an der Humboldt Universität zu Berlin)

05.10.2021 | Interviewpersonen gesucht!

Arbeit als biographische Erfahrung und Alltagspraxis

Logo der Universität zu Köln

An der Universität zu Köln, am Lehrstuhl für „Disability Studies“ werden zum Thema „(Erwerbs-)Arbeit als biographische Erfahrung und Alltagspraxis" Interviewpersonen für ein Gruppengespräch gesucht.

Hier der Aufruf:

Leben Sie mit einer Behinderung? Haben Sie Lust und Interesse, im Rahmen eines Gruppengesprächs, über das Thema Arbeiten mit Behinderung zu sprechen? Ihre Sichtweisen interessieren uns!

Wir suchen Personen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen für ein Gruppengespräch.

Haben Sie eine Sehbeeinträchtigung, eine Mobilitätseinschränkung oder Lernschwierigkeiten?
Wir würden uns freuen, wenn Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen!

Gerne möchten wir Gespräche in Präsenz an der Universität durchführen (insofern es die Pandemiesituation zulässt). Dafür sind die folgenden Tage angesetzt: 
Dienstag, 19.10.2021, 15:00-17:00 & Mittwoch, 20.10.2021, 13:00-15:00

Es gilt die 3-G-Regel. Alternativ können wir die Gespräche auch per Zoom durchführen. Lassen Sie uns wissen, ob Sie das Gespräch in Alltagssprache oder in Leichter Sprache führen möchten.

Wenn Sie Interesse daran haben, uns zu unterstützen und Ihre Erfahrungen zu teilen, freuen wir uns sehr. Für die Teilnahme an der Studie kann ein Dankeschön in Höhe von 20 € gezahlt werden.

Interesse? Dann kontaktieren Sie uns via E-Mail Lisa Prior (lisa.prior@uni-koeln.de) oder Fabian Rombach (fabian.rombach@uni-koeln.de).

01.10.2021 | Neuigkeiten zur beruflichen Teilhabe

REHADAT-Newsletter veröffentlicht

Logo REHADAT-Newsletter

Der neue REHADAT-Newsletter ist soeben erschienen – mit vielen Neuigkeiten zu REHADAT und zur beruflichen Teilhabe im Allgemeinen. Lesen Sie in dieser Ausgabe über folgende Themen:

  • Neues REHADAT-Erklärvideo zum Grad der Behinderung
  • Testen erwünscht für REHADAT-Hilfsmittelfinder
  • Urteil: Anspruch auf teurere Hörgeräte bestätigt
  • Kurz erklärt: Was ist ein DAISY-Player?
  • Sammlung Inklusionsvereinbarungen frisch aktualisiert
  • Aktuelle Forschungsprojekte gefördert durch das BMAS
  • Neue Broschüre Inklusionsbeauftragte
  • Kobot unterstützt schwerbehinderte Beschäftigte
  • Benachteiligung verboten! 15 Jahre Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
  • Studie zum Studienabbruch mit Behinderung
  • DVfR-Kongress zum Thema Hilfsmittel im November
  • Tipp: REHADAT-Neuigkeiten in Leichter Sprache 

Wir wünschen eine interesssante Lektüre! Hier können Sie den Newsletter aufrufen: www.rehadat.de/newsletter/aktuelle-ausgabe

29.09.2021 | Veranstaltungshinweis – Webinar am 7. Oktober 2021:

Disability-inclusive employment in a new digital, COVID-changed landscape

Logo European Disability Forum

Am 7. Oktober in der Zeit von 11:00 bis 12:15 Uhr findet eine Online-Veranstaltung mit dem Titel „Disability-inclusive employment in a new digital, COVID-changed landscape“ statt. Das Webinar ist in englischer Sprache und wird vom European Disability Forum ausgerichtet.

Das Thema der Veranstaltung ist:

„During the COVID-19 pandemic, there has been a surge in online/digital inclusive employment initiatives and opportunities for people with disabilities, including online job fairs, working from home, and online training courses.
In this webinar, we will hear about new Innovation to Inclusion (i2i) research on how assistive technology is bridging the employment gap for people with disabilities in Bangladesh and Kenya.
We will also get perspectives from jobseekers/employees with disabilities, representatives of Organisations of Persons with Disabilities, and employers on the benefits and challenges of disability-inclusive employment’s shift into digital spaces.“ (Quelle: European Disability Forum)

Auf der Veranstaltungswebseite können Sie sich für das Webinar anmelden:
https://www.edf-feph.org/events-slug/disability-inclusive-employment-in-a-new-digital-covid-changed-landscape/

16.09.2021 | Testen erwünscht

Für den REHADAT-Hilfsmittelfinder

Ein geeignetes Hilfsmittel zu finden ist häufig gar nicht so einfach. Der neue Hilfsmittelfinder unterstützt Sie bei der Suche!

REHADAT‘s digitale Suchassistentin, Ariadne, führt mit bis zu vier Fragen zu einer zielgerichteten Produktliste. Durch die Auswahl verschiedener Aktivitäten oder Alltagssituationen erhalten auch Personen ohne Fachkenntnisse einen umfassenden Überblick und einen leichteren Einstieg in die Hilfsmittelsuche. Dies ist jedoch nur eine Entscheidungshilfe und ersetzt keine ausführliche Beratung. Nutzen Sie den neuartigen Hilfsmittelfinder am Desktop oder bequem von unterwegs. Die Web-App ist auf jeder Bildschirmgröße verfügbar.

Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Der Hilfsmittelfinder befindet sich derzeit noch in einer Beta-Version. Aktuell gibt es drei Kategorien: „Arbeiten und Lernen“, „Sich fortbewegen“ und „Kommunizieren“. Die Kategorien „Körper pflegen“ und „Wohnung und Haushalt führen“ folgen noch.
Wir möchten den Hilfsmittelfinder einen Praxischeck unterziehen und bitten um Ihre Mithilfe:

  • Haben Sie die Hilfsmittel gefunden, die Sie erwartet oder erwünscht haben?
  • Ist der Aufbau logisch?
  • Sind die Texte ansprechend?
  • Fehlt etwas?

Teilen Sie Ihre Eindrücke mit uns bequem über einen Fragebogen oder per Mail.

Hier geht es zum Hilfsmittelfinder!

Vielen Dank!
Ihr REHADAT-Hilfsmittel-Team

13.09.2021 | 2. Kongress der Teilhabeforschung

15. – 16. September 2021 in Münster

Logo der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen

Am 15. und 16. September 2021 findet in Münster der 2. Kongress der Teilhabeforschung in digitaler Form statt. Veranstalter sind die Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen und das Aktionsbündnis Teilhabeforschung.

Der Kongress informiert über den Stand der Teilhabeforschung im deutschsprachigen Raum und eröffnet internationale Perspektiven. Es finden Plenumsvorträge, thematische Foren, Forschungswerkstätten und Posterausstellungen statt.

Die Veranstaltung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Forschung zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie für die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und mit der Entwicklung, Anwendung und Evaluation von digitalen Techniken und Tools für Menschen mit Behinderungen.

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie auf der Veranstaltungswebseite: https://www.teilhabeforschung.org/startseite

30.08.2021 | In letzter Zeit neu eingestellt:

Aktuelle Projekte mit Förderung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Logo REHADAT-Forschung

Wir möchten Sie auf sechs aktuelle Projekte zum Nachlesen aufmerksam machen, die wir in letzter Zeit im Forschungsportal von REHADAT eingestellt haben.

Alle Projekte werden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert, die ersten Fünf mit Mitteln aus dem Ausgleichsfond für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben, das letzte Projekt mit Zuwendung aus dem Nationalen Aktionsplan zur Behindertenpolitik und Teilhabebericht.

Mit Klick auf die Titel gelangen Sie direkt zu den Projektbeschreibungen in REHADAT-Forschung:

BEMpsy: Digital einfach machen – Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben durch betriebliches Eingliederungsmanagement unter besonderer Berücksichtigung psychischer Störungen
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin | GAW gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsfähigkeit und Wohlbefinden mbH
Abschluss: 30.09.2023

Entwicklung von E-Learning-Elementen für das modulare Informations- und Bildungsangebot der BIH
Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH) | CW Haarfeld
Abschluss: 31.12.2025

REHADAT
Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.
Abschluss: 30.06.2025

EMPLOY - Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit hörsehbehinderter und taubblinder Menschen im Arbeitsleben
Universität zu Köln, Arbeitsbereich Pädagogik und Didaktik hörgeschädigter Menschen
Abschluss: 31.03.2025

BfA - Gelingensbedingungen der Inanspruchnahme gestalten und teilen
Berufsförderungswerk Bad Wildbad gGmbH | Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt | Justus-Liebig-Universität Gießen | Josefsheim Bigge | Heinrich-Haus Neuwied | RDJ Rummelsberger Dienste für junge menschen gGmbH | Thyssenkrupp Rasselstein GmbH | Pflegeeinrichtungen Bistum Eichstätt
Abschluss: 31.08.2023

LIVE - Lokal Inklusiv Verein(tes) Engagement
Special Olympics Deutschland e.V.
Abschluss: 31.12.2023

17.08.2021 | Studienabbruch mit Behinderung

Uni Kassel startet Studie

Ein Mensch in einem elektrischen Rollstuhl in einen  Hörsaal

Wieso brechen Studierende mit Behinderung oder chronischen Krankheiten häufiger ihr Studium ab? Welche Präventionsmaßnahmen greifen bereits? Und welche weiteren Maßnahmen und Nachteilsausgleiche könnten helfen? Eine neue Studie der Universität Kassel, die im Verbund verschiedener Fachgebiete entsteht, widmet sich diesen Fragen. Sie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit ca. 583.000 Euro gefördert.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler analysieren die Wirksamkeit des Nachteilsausgleichs bei Prüfungen, von psychosozialer Beratung, Gesundheitsförderung, behinderungsbezogenen Sozialleistungen und sozialen Netzwerken von Studierenden auf den Studienerfolg bzw. Studienabbruch.

Für die Studie sollen Ende des Wintersemesters 2021/2022 alle knapp 25.000 Studierenden der Universität Kassel befragt werden. Eine zweite Befragung ist zu einem weiteren Messzeitpunkt geplant. Parallel dazu läuft drei Jahre lang eine rechts-soziologische Analyse.

Mehr Informationen: www.uni-kassel.de

 

 

12.08.2021 | Arbeiten Hand in Hand

Kollaborierender Roboter unterstützt schwerbehinderte Beschäftigte

Ein Ford-Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit dem Kobot-Roboter

Der deutsche Automobilhersteller Ford hat die Einrichtung eines kollaborierenden Roboters erfolgreich abgeschlossen. Nach rund einem Jahr Forschung, Entwicklung, Mitarbeiterschulung und Trockenläufen arbeitet der so genannte Kobot, ein Wortspiel aus kollaborierend (zusammenarbeitend) und Roboter, nun taktgebunden im Linienfluss im Kölner Motorenwerk des Automobilherstellers. 

Dort setzt er gemeinsam mit seinem menschlichen Partner VCT-Magnetspulen in einen Öler ein, nimmt die Magnetspulen anschließend auf und presst sie in den Stirndeckel des Motorblocks. Diese Arbeit erfordert große Eindruckkräfte, die selbst für gesunde Arbeitende auf Dauer belastend sein können, und die nun der Kobot für den Menschen übernimmt. Bei den menschlichen Partnern handelt es sich um Beschäftigte mit Schulter- und Handgelenkproblemen. So konnte ein Arbeitsplatz für zwei Beschäftigte mit Schwerbehinderung geschaffen werden.

Ford, die Rheinisch Westfälisch Technische Hochschule in Aachen (RWTH) sowie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) forschten rund ein Jahr lang an dieser neuen Einsatzmöglichkeit für einen kollaborierenden Roboter. Das vom LVR mit 372.000 Euro geförderte Modellprojekt hatte das Ziel, den Roboter dergestalt in eine Fertigung einzubauen, dass ein schwerbehinderter Mensch sich einen Arbeitsplatz mit einem Roboter teilt. 

Das Besondere daran ist die Konfiguration des Roboters, so dass er mit dem Menschen interaktiv „Hand in Hand“ arbeitet und nicht durch eine trennende Schutzeinrichtung, wie z.B. einen Maschinenschutzzaun, getrennt sein muss. Neben der exakten Programmierung des Roboters war auch eine intensive Schulung der Beschäftigten nötig, damit sie einerseits die „Scheu“ vor diesem Kobot ablegen, zum anderen trotzdem noch die nötige Vorsicht walten lassen. Roboter werden seit vielen Jahrzehnten in der Automobilindustrie eingesetzt, allerdings zumeist als überdimensional große Maschinen, die hinter Schutzvorrichtungen arbeiten oder als autonome Fahrroboter, die Materialien transportieren. In diesem Fall bestand die Herausforderung darin, den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass sowohl die Voraussetzungen der taktgebundenen Fertigung, die Anforderungen der Arbeitssicherheit als auch die barrierefreie Gestaltung des Arbeitsplatzes berücksichtigt sind.

Hier finden Sie ein Video: https://bcove.video/3jA0xaA

10.08.2021 | Was gibt es Neues zur ICF?

Digitale ICF Anwenderkonferenz vom 16. bis 18. September

Logo ICF

Die diesjährige ICF Anwenderkonferenz findet vom 16. bis 18. September digital statt. Experten und Expertinnen sowie erfahrene ICF-Anwender und -Anwenderinnen werden an den drei Tagen Impulsvorträge zu verschiedenen Themenschwerpunkten halten. Zudem können Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich an Diskussionen im digitalen Raum beteiligen.

Ziel der Konferenz ist es, über unterschiedliche Formen der Anwendung der ICF bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu informieren und damit den Einsatz der ICF zu fördern. Es gibt Beiträge unter anderem zu den folgenden Themenschwerpunkten:

  •  Anwendung der ICF in der Bedarfsermittlung
  •  Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes in den Bundesländern
  •  Bedarfsermittlung in der beruflichen Reha
  •  Kontextfaktoren (in) der ICF
  •  ICF-Multiplikatoren-Schulungen
  •  ICF in Frühförderung, Kindergarten, Schule und Jugendhilfe
  •  ICF in der allgemeinmedizinischen Versorgung
  •  Teilhabe und Corona

Die jährliche ICF Anwenderkonferenz ist in Deutschland die zentrale Konferenz, wenn es um Fragen der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht.

Anmeldung, Programm und weitere Informationen: www.psph-munich.de/anmeldung-icf-2021