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31.08.2020 | Welche Folgen hat Corona für Menschen mit Behinderungen?

DVfR steuert Konsultationsprozess

Logo der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation

Die Pandemie hält alle Akteure der Rehabilitation in Atem. Neben den aktuellen Herausforderungen sind auch mittel- und langfristige Folgen für das System der Rehabilitation, der Gesundheitsversorgung und die Teilhabechancen von Menschen mit (drohenden) Behinderungen zu erwarten.

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) führt daher in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und weiteren Akteuren der Rehabilitation einen Konsultationsprozess durch, um die Folgen der Pandemie abschätzen und Bewältigungsstrategien entwickeln zu können.

Welche Fragen dabei im Fokus stehen und wie der Prozessablauf geplant ist, lesen Sie hier: www.dvfr.de

28.08.2020 | Menschen mit Behinderungen erfolgreich ausbilden und beschäftigen

900 Praxisbeispiele im REHADAT-Portal Gute Praxis

Homepage REHADAT-Gute Praxis: ein junger Mann im Rollstuhl arbeitet in einer Schreinerei

Das Portal REHADAT-Gute Praxis – mit vielen Beispielen zur beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – ist mit neuem Layout, erweiterten Inhalten und für mobile Endgeräte optimiert online gegangen.

Sie finden jetzt unter www.rehadat-gutepraxis.de:

  • 900 Beispiele gelungener Inklusion von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen in Deutschland
  • Anregungen für eine optimale individuelle Arbeitsgestaltung, zum Übergang von der Schule in den Beruf sowie zu Aus- und Weiterbildung oder Umschulung von Menschen mit unterschiedlichen Behinderungsarten (körperliche, geistige, psychische und Sinnesbehinderungen) – z. B. Informationen zu Maßnahmen, zu eingesetzten Hilfsmitteln und zur finanziellen Förderung
  • Praxisnahe Interviews mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, Beschäftigten und Fachleuten 
  • Anschauliche Best-Practice-Videos
  • Inklusionsvereinbarungen und Aktionspläne von Unternehmen aus vielen Branchen
  • Beschreibungen von modellhaften Beschäftigungen – ausgehend von der Arbeitsplatzgestaltung bis hin zu neuen Ansätzen zur beruflichen Teilhabe
  • Möglichkeiten der Beteiligung: Betriebe und Interessenvertretungen können ihre eigenen guten Beispiele schnell und einfach zur Veröffentlichung übermitteln

Dazu REHADAT-Projektleiterin Andrea Kurtenacker: „REHADAT-Gute Praxis bietet einen umfangreichen und konkreten Überblick über die vielen guten Beispiele zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen in Unternehmen in Deutschland. Wir hoffen sehr, dass wir mit diesen Informationen noch viele weitere Betriebe erreichen, inspirieren und motivieren können.“

Hier können Sie das Portal aufrufen: www.rehadat-gutepraxis.de.

 

26.08.2020 | Qualitative Studie

Situation von Menschen mit geistiger Behinderung in Zeiten von COVID-19

Corona-Viren vor dunklem Hintergrund. Foto: Pixabay

Unter dem Titel "Die Situation von Menschen mit geistiger Behinderung in Zeiten der COVID-19-Pandemie aus Sicht der Betroffenen, ihrer Angehörigen und Betreuungskräfte" hat das Villingen Institute of Public Health (VIPH) eine qualitative Studie veröffentlicht. Autorin der Studie ist Dr. med. Lotte Habermann-Horstmeier, MPH, Leiterin des VIPH.

Auszug aus dem Abstract:

Für die Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland haben die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie zu einschneidenden Veränderungen geführt,die auch ihr Wohlbefinden und ihre Gesundheit beeinflussen. Ziel der Studie war es, möglichst viele Aspekte dieser Veränderungen sichtbar zu machen. Hierzu wurden von April bis Juli 2020 im Rahmen einer qualitativen Studie mündliche bzw. schriftliche Interviews mit 20 Personen durchgeführt und inhaltsanalytisch ausgewertet. Zur Stichprobe gehörten neben erwachsenen Menschen mit geistiger Behinderung auch Angehörige, Betreuungs-und Leitungskräfte aus Behinderteneinrichtungen sowie sozialpädagogische und psychologische Fachkräfte.

Download der kompletten Studie hier.

Mehr Infos zum Thema "Corona und die berufliche Teilhabe" gibt es im gleichnamigen REHADAT-Spezial

25.08.2020 | Smarte Inklusion

RehaGoal App bewährt sich in Corona-Zeiten

Ein Laptop, der die RehaGoalApp anzeigt – daneben stehen verschiedene Lebensmittel

Die an der Ostfalia Hochschule entwickelte neue App "RehaGoal" hilft Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, Aufgaben aus dem beruflichen Alltag Schritt für Schritt abzuarbeiten. Denn komplexe Planungsaufgaben überfordern die Betroffenen häufig, was dazu führt, dass sie sich chaotisch verhalten oder begonnen Aufgaben vollständig abbrechen.

Gerade in Corona-Zeiten hat sich die App nun bewährt: Teilnehmende mit dem Berufsziel Gastronomie haben im Homeoffice mit Hilfe der App für ihre Familien gekocht.

Die App übersetzt notwendige Bedingungen einer Aufgabe in eine klare Handlungsanleitung, zum Beispiel die Zubereitung eines Lebensmittels – von den benötigten Utensilien bis hin zu Umsetzung. So können die Betroffenen eine Aufgabe erfüllen, auch wenn der Job-Coach nicht an ihrer Seite ist.

Die App ist Teil des interdisziplinären Projekts „SmarteInklusion“, in dem erforscht wird, wie Smartphone und Smartwatch bei der beruflichen Integration genutzt werden können. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Mehr Informationen finden Sie hier: https://bit.ly/2QozEbu und auch bei REHADAT: www.rehadat-hilfsmittel.de.

12.08.2020 | Save the Date

30. Reha-Kolloquium 2021 in Hannover

Logo Deutsche Rentenversicherung

Die Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Braunschweig-Hannover und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften haben gemeinsam einen neuen Veranstaltungstermin für das Rehawissenschaftliche-Kolloquium im kommenden Jahr gefunden.

Das diesjährige 29. Reha-Kolloquium wurde aus Sorge um eine weitere Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus abgesagt.

Vorbehaltlich der weiteren behördlichen Bestimmungen planen die Veranstalter, das 30. Rehawissenschaftliche-Kolloquium vom 22. bis 24. März 2021 im Hannover Congress Centrum stattfinden zu lassen.

Weitere Informationen gibt es auf der Veranstaltungsseite der Deutschen Rentenversicherung: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/Reha-Forschung/Reha-Kolloquium/reha-kolloquium_node.html

(Quelle: Homepage Deutsche Rentenversicherung 2020, www.deutsche-rentenversicherung.de)

12.08.2020 | REMINDER: Umfrage „Mit Rheuma im Job“

Noch bis zum 30. August mitmachen!

Sprechblase mit Fragezeichen: REHADAT-Umfrage „Mit Rheuma im Job“

Mit der Online-Umfrage möchte REHADAT mehr über die berufliche Situation von Menschen mit Rheuma erfahren. Die Befragung erfolgt anonym und richtet sich gezielt an Menschen mit Rheumatoider Arthritis, Lupus Erythematodes und Morbus Bechterew, die aktuell in einem Arbeitsverhältnis sind, selbstständig berufstätig sind oder eine Ausbildung absolvieren.

Die Ergebnisse fließen in eine Informationsbroschüre für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betroffene ein und werden auf REHADAT veröffentlicht.

Hier können Sie die Umfrage aufrufen: https://bit.ly/2B0XqX8

Herzlichen Dank für Ihre Beteiligung! Wir freuen uns auch, wenn Sie den Link zur Umfrage teilen. Die Umfrage läuft bis zum 30.08.2020.

28.07.2020 | Was ist neu bei REHADAT und in der beruflichen Teilhabe?

REHADAT-Newsletter erschienen

Schriftzug REHADAT-Newsletter mit bunten Quadraten

Der REHADAT-Newsletter 4/2020 ist erschienen. Sie finden darin folgende spannende Themen:

  •  Corona und die berufliche Teilhabe: Welche Infos bietet REHADAT?
  •  REHADAT-ICF-Lotse: Klassifikation unterstützt Recherchen zu Behinderung und Teilhabe
  •  REHADAT-Umfrage „Mit Rheuma im Job“
  •  Urteil: Muss die SBV vor Entscheidung über Gleichstellung unterrichtet werden?
  •  Kurz erklärt: Was ist Transkriptionssoftware?
  •  Inklusionsbetriebe in Deutschland: Verzeichnis 2020 veröffentlicht
  •  Übersicht über Werkstätten für behinderte Menschen
  •  Zahl der anderen Leistungsanbieter wächst
  •  Neue Projekte in REHADAT-Forschung
  •  Schwerbehinderte Menschen in Deutschland: Neue Zahlen
  •  Gut gemacht: NRW-Landesverfassung in Leichter Sprache

Hier können Sie den Newsletter direkt lesen: www.rehadat.de

27.07.2020 | Mit „Mixed Reality“ fit fürs Berufsleben 4.0

Erfolgreich kooperieren

Menschen, die z. T. eine Virtual Reality Brille tragen, stehen in einem Computerraum

Im Rahmen eines innovativen Forschungsprojekts absolvieren Auszubildende des Berufsbildungswerks Neckargemünd ihr Praktikum bei der GFN AG, einem Dienstleister der IT-Branche.

Die eingesetzten Technologien bieten den Azubis mit Behinderung die Möglichkeit, sich an „Orte des Geschehens zu begeben“, die in der Realität nicht barrierefrei sind, um dort Kollegen anzuleiten oder zu unterstützen. Gut qualifizierte Mitarbeitende mit Behinderung, die über wertvolle fachliche Kompetenzen und Erfahrungen verfügen, können so zu so genannten Reality Coaches qualifiziert werden.

Mehr Informationen hier: www.bbw-neckargemuend.de

23.07.2020 | Neu in REHADAT-Forschung

Interessante Projekte zu Digitalisierung, Übergang Schule-Beruf, Unterstützung für Unternehmen bei psychischen Erkrankungen und mehr

Wir möchten Ihnen sieben spannende Projekte zum Nachlesen vorstellen, die wir in der letzten Zeit neu im Portal REHADAT-Forschung aufgenommen haben.

1) Im ersten Projekt geht es darum, die zunehmende Digitalisierung in der Arbeitswelt auch für Menschen mit (Schwer-)Behinderungen zugänglich zu gestalten.

Zum Projekt: Teilhabe 4.0: Digitalisierung der Arbeitswelt barrierefrei gestalten

2) Die Potentiale von digitalen assistiven Technologien zur Vermittlung kultureller Inhalte in Museen für Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen, werden im zweiten Projekt untersucht und erprobt.

Zum Projekt: Kulturelle Teilhabe im Museum – Potentiale der Digitalisierung: Im Rahmen des Leibniz-WissenschaftsCampus Braunschweig – Postdigitale Partizipation

3) Das Verbundprojekt „KOPF22“ verfolgt das Ziel, frühzeitig zu erkennen, ob eine Person gefährdet ist, ihre Erwerbsfähigkeit ganz oder teilweise zu verlieren. Dazu wird u. a. ein digitales Instrument (aktivAPP) entwickelt und in den beteiligten Jobcentern genutzt.

Zum Projekt: KOPF22 - Kooperation für Prävention, Fitness und Gesundheit im Jobcenter

4) Das vierte Projekt will junge Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und komplexen Kommunikationsbedürfnissen mit Hilfe einer innovativen Methoden- und Verfahrenssammlung in die Lage versetzen, eine informierte und selbstbestimmte Berufswahl auf der Grundlage einer qualitativ hochwertigen vorberuflichen Ausbildung zu treffen.

Zum Projekt: Teilhabe im Transitionsprozess

5) Im Projekt „Unternehmen inklusiv“ werden Unterstützungsangebote für Unternehmen in den Bereichen Prävention, Gesundheitsförderung und (Wieder-)Eingliederung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und Belastungen entwickelt und angeboten.

Zum Projekt: Unternehmen inklusiv

6) Das Projekt „SERVE“ will Versicherte, die bestimmte gesundheitliche Risikofaktoren aufweisen, frühzeitig mit einem Screening erfassen und entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen mit Hilfe eines virtuellen, multidisziplinären "Sozialmedizinischen Kolloquiums" (SMK) zuführen.

Zum Projekt: SERVE - Sektorenübergreifende präventive Identifikation, Beratung und Unterstützung von Versicherten mit besonderen beruflichen Problemlagen

7) Im Projekt „MZEB“ geht es um die Beschreibung und Analyse der aktuellen ambulanten medizinischen Versorgung von Menschen mit geistigen oder Mehrfachbehinderungen sowie Veränderungen dieser Versorgung im Zuge der Einführung von Medizinischen Zentren.

Zum Projekt: Versorgung von Erwachsenen mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen vor und nach Einführung von Medizinischen Zentren (MZEB)

14.07.2020 | Projekt DISEMEX

Best-Practices für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen

Bild Best-Practice-Beispiele im DISEMEX-Projekt

DISEMEX steht für Disability Employment Expert. Im DISEMEX-Projekt haben neun Konsortiumpartner aus acht verschiedenen Ländern zusammengearbeitet, unter Leitung des deutschen Partners INTAMT (Internationale Akademie für Management und Technologie e. V.).

Während der Projektlaufzeit haben die Partner 22 verschiedene Best-Practice-Beispiele für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen erhoben und verglichen. Damit sollten mögliche Lösungen einer vollständigen beruflichen Eingliederung der Beteiligten auf der Grundlage der Fähigkeiten und der Selbstbestimmung jeder Person beschrieben werden. Weiterhin wurden 17 Videos erstellt, um diese Beispiele zu präsentieren.

Das Projekt endete am 29.02.2020 und wurde durch das Programm Erasmus+ der Europäischen Union gefördert. Die Projektergebnisse sollen den öffentlichen Verwaltungen und Organisationen, die an der beruflichen Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den verschiedenen Ländern beteiligt sind, zur Verfügung gestellt werden.

Im aktuellen DISEMEX-Newsletter werden einige Best-Practice-Beispiele und Videos der Partner (unter anderem aus Polen, Bulgarien, Deutschland und der Türkei) vorgestellt.

Den Newsletter können Sie hier ansehen:
https://disemex.eu/?na=v&nk=594-502d079973&id=136

(Quelle: INTAMT e. V., Projekt DISEMEX, weitere Informationen zum Projekt unter https://disemex.eu/)