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Angaben zum Forschungsprojekt

iBoB - inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren

Das DVBS-Projekt iBoB widmet sich beruflicher Weiterbildung:
Um den Anforderungen einer sich rasant verändernden Arbeitswelt gerecht werden zu können, sind berufliche Weiterbildungen nicht nur wichtiger, sondern teilweise sogar unumgänglich geworden. Oftmals ist es aber besonders für blinde und sehbehinderte Beschäftigte schwer, für sie passende und zugleich zugängliche Angebote zu finden.

Daher hat der Deutsche Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e.V. (DVBS) vor Kurzem das Projekt "iBoB" ins Leben gerufen. iBoB steht für "inklusive berufliche Bildung ohne Barrieren" und will Menschen mit Behinderung, insbesondere blinden und sehbehinderten, die Teilhabe an beruflicher Fort- und Weiterbildung erleichtern. Dabei agiert iBoB im Dreieck zwischen Arbeitnehmern, Arbeitgebern und beruflichen Bildungsträgern.

Ein Schwerpunkt: Weiterbildungsberatung und Mentoring. Menschen mit Seheinschränkung und ihre Arbeitgeber werden bei der Suche nach passenden Weiterbildungsangeboten beraten. Mentoring heißt: Betroffene beraten Betroffene und vermitteln diese an berufserfahrene blinde und sehbehinderte Mentorinnen und Mentoren. Arbeitnehmer mit Behinderung sollen so von deren Erfahrung profitieren, Hinweise und Empfehlungen für praktische Lösungen erhalten, aber auch Mut und Motivation schöpfen. Schließlich sind Menschen mit Behinderung gute Experten in eigener Sache.

Darüber hinaus soll ein zukunftsfähiges Weiterbildungsangebot in Kooperation mit engagierten Bildungsanbietern entwickelt werden.
Um Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, wird das iBoB-Team eine Weiterbildungsplattform mit passenden Angeboten ins Leben rufen. So sollen Weiterbildungsangebote und -beratung via Internet leicht und schnell zugänglich sein. Darüber hinaus erhalten Bildungsanbieter und Arbeitgeber Unterstützung bei der Herausforderung, Barrierefreiheit in der Dokumentation, in Methodik und Didaktik, aber auch in der täglichen Arbeit umzusetzen.

Dies führt zu einem weiteren Schwerpunkt: Beratung für Arbeitgeber und Bildungsträger. iBoB bietet ersteren umfassende Unterstützung zur beruflichen Weiterentwicklung ihrer behinderten Mitarbeiter und konzipiert gemeinsam mit ihnen Lösungsstrategien. Gleiches gilt für Bildungsträger, die offen für barrierefreie Bildungsangebote sind und diese als Alleinstellungsmerkmal und Marktchance begreifen. Sie profitieren, indem sie Beratung für eine barrierefreie Herstellung ihrer Schulungsmaterialien erhalten oder ihr Personal in barrierefreien Unterrichtsmethoden schulen lassen können.

Das iBoB-Angebot ist während der gesamten Projektlaufzeit kostenfrei.
Weitere Informationen beim DVBS, Tel.: 0 6421 94888-0, E-Mail: ibob@dvbs-online.de.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.11.2016


Abschluss:

29.02.2020


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125772


Informationsstand: 02.09.2019