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Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt
IIDEA - Inklusion und Integration durch Cobots auf dem ersten Arbeitsmarkt

Beschreibung / Inhalte

Kollaborative Robotik ermöglicht Inklusion

Kollaborative Robotik befähigt die Inklusion und Integration von schwerbehinderten Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Menschenzentriert können so neue und an die individuellen Bedürfnisse schwerbehinderter Menschen angepasste Arbeitsplätze und -formen geschaffen werden. Und das nicht am Rande, sondern im Zentrum der Digitalisierung und der Industrie 4.0. Es bedarf nun eines nächsten Schrittes, nämlich offensiv diese neuen Arbeitsformen in der Industrie zu etablieren.

Motivation

Schwerbehinderte Menschen werden nur unzureichend in die Arbeitsabläufe in der industriellen Fertigung und Montage integriert. Oft arbeiten diese in Behindertenwerkstätten, im Folgenden kurz Werkstätten genannt, wo sie eher isoliert vom regulären Arbeitsmarkt agieren.

Wenn schwerbehinderte Menschen in industrielle Betriebe integriert werden, dann zumeist nur in sehr einfachen Tätigkeiten und isoliert von den übrigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Dies führt nicht zu einer Inklusion, sondern nur zu einer Integration in Form von Separation, in der sich schwerbehinderte Menschen nicht integriert fühlen und somit auf Dauer sozial und räumlich ausgegrenzt werden.

Zur Verbesserung der Inklusion schwerbehinderter Menschen sowohl in Werkstätten als auch im industriellen Umfeld spielen kollaborative Roboter eine zentrale Rolle. Kollaborative Roboter können die geminderten Leistungsfähigkeiten der schwerbehinderten Menschen zielgerichtet ausgleichen und ihnen somit eine vollwertige Teilnahme am ersten Arbeitsmarkt ermöglichen.

Verschiedene Projekte und Ansätze setzen kollaborative Roboter ein, um behinderte Menschen bei Tätigkeiten des ersten Arbeitsmarktes zu unterstützen. Die zahlreichen Vorarbeiten und Projekten zeigen deutlich, dass das Thema Inklusion durch kollaborative Roboter und das damit verbundene Potential nicht vollständig genutzt wird.

Ziel

Unser Ziel ist es, Schwerbehinderten kollaborative Robotik zugänglich zu machen und damit ihr Selbstwertgefühl und ihre Inklusion dauerhaft zu stärken. Hierzu werden folgende Dienste angeboten:

* Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen,
* Schulungen und Beratung,
* modulare und anpassbare Roboterarbeitsplätze und
* ein Infomobil zum Kennenlernen der Technologien im Hands-On-Ansatz.

Neben der deutschlandweiten Information und Schulung zum Aufbau von neuen kollaborativen Arbeitsplätzen und zur Inklusion schwerbehinderter Menschen in Betrieben des ersten Arbeitsmarktes sind diverse Aufmerksamkeitsprojekte geplant, die eine weite Verbreitung der Thematik fördern und zum Anwachsen an inklusiven Betrieben führen sollen. Es soll ein Netzwerk geschaffen werden, das aus Anwenderinnen und Anwendern, schwerbehinderter Menschen sowie Interessentinnen und Interessenten besteht.

Vorgehen

Zur Verbesserung der Anwendung von kollaborativen Robotern bieten wir Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen sowie individuelle Schulungen und Beratung an. Hierbei profitieren Nutzende, Anwenderinnen und Anwender sowie Industriepartner von unseren langjährigen Erfahrungen zu Gestaltungsprinzipien, Möglichkeiten und Ausstattungsvarianten kollaborativer Arbeitsplätze.

Ferner ist die Anpassung an die Anforderungen und Fähigkeiten der Nutzenden von zentraler Bedeutung. Dazu passen wir die kollaborative Roboterunterstützung an die individuellen Fähigkeiten der schwerbehinderten Menschen unter Berücksichtigung der Robotereigenschaften, der Arbeitsplatzhardware und der Arbeitsprozesse an. Hierzu wird ein Modellarbeitsplatz entwickelt, der aufgrund des modularen und anpassbaren Aufbaus sehr schnell und individuell anpassbar ist. Aufgrund seiner Mobilität kann der Arbeitsplatz vor Ort durch Nutzende, Werkstätten und industrielle Anwenderinnen und Anwender getestet werden.

Zur Gewährleistung einer räumlich unabhängigen Präsentation und Nutzung der Roboter, wird ein Transporter mit einem integrierten Arbeitsplatz als Infomobil entwickelt. Mit diesem Infomobil können dann betroffene Einzelpersonen sowie Anwenderinnen und Anwender in Werkstätten und Industrie besucht werden.

Inklusion kann nur durch Zusammenarbeit funktionieren, deshalb sind wir an einem breiten Netzwerk und einer großen Teilhabe im Projekt interessiert. Am Projekt können sich sowohl Menschen mit Einschränkungen oder Schwerbehinderungen als auch Werkstätten, Verbände, industrielle Anwenderinnen und Anwender als auch Hersteller und Vertrieb von Robotern und Zubehör beteiligen. Zudem können sich Industrie- und Handelskammern, Vereine und Organisationen dem Projekt anschließen. Neben der Teilhabe im Projektnetzwerk ist auch eine Mitgliedschaft im Projektbeirat möglich.

Projektdaten

Beginn:

01.04.2023


Abschluss:

31.03.2028


Fördernummer:

AGF.00.00009.22

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichfonds

ICF-Bezug des Projekts:

  • Die ICF wird genutzt, z. B. durch den Einsatz von ICF-basierten Instrumenten / Skalen zur Beschreibung von Untersuchungsvariablen, Verlaufsdokumentation, Ergebnismessung.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Weidemann, Carlo, M.Sc. RWTH

Mitarbeitende:

  • Hüsing, Mathias, Prof. Dr.-Ing. | 
  • Keunecke, Sophie Charlotte | 
  • Hüsing, Elodie, M.Sc. RWTH | 
  • Jansen, Christina

Institutionen:

Institut für Getriebetechnik, Maschinendynamik und Robotik
RWTH Aachen
Eilfschornsteinstr. 18
52062 Aachen
Telefon: 0049 241 80 95553 E-Mail: iidea@igmr.rwth-aachen.de
Homepage: https://www.iidea.rwth-aachen.de

IIDEA - Inclusion and Integration with Cobots in the First Labor Market

Collaborative Robotics Enables Inclusion

Collaborative robotics enable the inclusion and integration of severely disabled people in the primary labor market. In a human-centric way, new jobs and forms of employment can be created that are adapted to the individual needs of severely disabled people. And this is not on the edge but at the heart of digitization and Industry 4.0. The next step is aggressively establishing these new forms of employment in the industry.

Motivation

Severely disabled people are only inadequately integrated into the work processes in industrial manufacturing and assembly. They often work in workshops for disabled people, hereafter referred to as workshops, where they operate in isolation from the regular labor market.

When companies integrate severely disabled people, it is usually only in simple jobs and in isolation from the rest of the workforce. This does not lead to inclusion, but only to integration in the form of separation, in which severely disabled people do not feel integrated and are thus socially and spatially excluded in the long run.

Collaborative robots play a central role in improving the inclusion of severely disabled people in workshops and industrial environments. Collaborative robots can compensate for the reduced performance capabilities of severely disabled people in a targeted manner and thus enable them to participate fully in the primary labor market.

Various projects and approaches use collaborative robots to support disabled people in activities of the first labor market. The numerous preliminary work and projects clearly show that the topic of inclusion through collaborative robots and the associated potential is not fully exploited.

Aim

We aim to make collaborative robotics accessible to severely disabled people. Thus, we enable inclusion and permanently strengthen their self-esteem. To this end, we offer the following services:

* Training and information events,
* training and consulting,
* modular and adaptable robot workstations and
* an Infomobile to discover the technologies in a hands-on approach.

In addition to Germany-wide information and training on the implementation of new collaborative workplaces and the inclusion of severely disabled people in companies in the primary labor market, various attention-grabbing projects should promote the widespread dissemination of the topic and lead to the growth of inclusive companies. A network must be created consisting of users, severely disabled people, and interested parties.

Approach

To improve the use of collaborative robots, we offer training and information events as well as individual training and consulting. Users and industrial partners benefit from our many years of experience in the design, possibilities, and equipment of collaborative workstations.

Furthermore, the adaptation to the requirements and abilities of the users is of central importance. For this purpose, we adapt the collaborative robot support to the individual capabilities of severely disabled people. We consider the robot characteristics, the workplace hardware, and the work processes. For this purpose, a model workstation is developed, which can be adapted very quickly and individually due to its modular and adaptable design. Due to its mobility, users, workshops, and industrial users can test the workstation on-site.

To ensure a spatially independent presentation and use of the robots, a transporter with an integrated workstation is being developed as an Infomobile. This Infomobile can be used to visit affected individuals and users in workshops and industries.

Inclusion can only work through cooperation. Thus, we are interested in a broad network and participation in the project. People with limitations or severe disabilities, workshops, associations, industrial users, manufacturers, and distributors of robots and accessories can participate in the project. Chambers of Industry and Commerce, associations, and organizations can join the project. In addition to participation in the project network, membership in the project advisory board is also possible.

Referenznummer:

R/FO126097


Informationsstand: 29.06.2023