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Forschungsprojekt
Projektart: Eigenprojekt
Qualität der Teilhabe am Erwerbsleben - Die Arbeitssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen erfassen, beschreiben und gestalten

Beschreibung / Inhalte

In Kooperation zwischen dem Fachgebiet Inklusion und Arbeit der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist zum 01.01.2022 ein Forschungsprojekt angelaufen, dessen Ziel es ist, die Qualität der Teilhabe am Erwerbsleben von Menschen mit Beeinträchtigungen zu erforschen.

Mit dem Beitritt zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) hat sich Deutschland dazu verpflichtet, Menschen mit Beeinträchtigungen Teilhabe in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Dies bezieht ebenfalls das gleiche Recht auf gerechte, sichere und gesunde Arbeitsbedingungen mit ein. Bislang liegen noch sehr wenige Informationen zu den Arbeitsbedingungen von Menschen mit Beeinträchtigungen vor. Nicht zuletzt lässt sich dies darauf zurückführen, dass die Datenlage in Deutschland dazu unübersichtlich und lückenhaft ist (Datenlücke).

Die wenigen existierenden Befragungsdaten, die einen solchen Einblick bieten könnten, werden bisher kaum genutzt. Im Allgemeinen wird lediglich die gesamte Partizipation am Arbeitsmarkt betrachtet, ohne genaueres über den jeweiligen Arbeitsplatz und die Qualität der Arbeit zu erheben (Verwertungslücke). Damit ist ebenfalls ungeklärt, welche Qualität die Teilhabe hat und welche Gestaltungspotentiale bislang noch ungenutzt sind (Wissens- und Gestaltungslücke).

Vor diesem Hintergrund wird im Projekt aufgearbeitet, welche Befragungsdaten zur Beschreibung der Arbeitsbedingungen von Menschen mit Beeinträchtigungen bereits vorhanden sind und welche Lücken zukünftig zu schließen sind. Es wird ein tiefergehender Einblick in die Arbeitsbedingungen anhand bestehender Befragungsdaten sowie qualitativer Interviews gegeben. In Kooperation mit Fachexpert/-innen und Expert/-innen in eigener Sache werden darauf aufbauend Empfehlungen für Erhebungskonzepte für eine Verbesserung der Datenlage zur Arbeitssituation von Menschen mit Beeinträchtigungen entwickelt.

Projektdaten

Beginn:

01.01.2022


Abschluss:

30.06.2025


ICF-Bezug des Projekts:

  • Die ICF wird genutzt, z. B. durch den Einsatz von ICF-basierten Instrumenten / Skalen zur Beschreibung von Untersuchungsvariablen, Verlaufsdokumentation, Ergebnismessung.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Hünefeld, Lena JProf. Dr.

Mitarbeitende:

  • Gerdes, Tomke Sabine, Dr. | 
  • Teborg, Sophie | 
  • Eker, Alper

Institutionen:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Telefon: 0231 9071-2071 E-Mail: info-zentrum@baua.bund.de
Homepage: https://www.baua.de/DE/Aufgaben/Forschung/Forschun...

Fachgebiet Inklusion und Arbeit der Fakultät Rehabilitationswissenschaften der TU Dortmund

Teborg, S., Hünefeld, L. & Gerdes, T.S. Exploring the working conditions of disabled employees: a scoping review. J Occup Med Toxicol 19, 2 (2024). https://doi.org/10.1186/s12995-023-00397-z

Quality of participation in working life - Measuring, describing and designing the work situation of people with disabilities

By acceding to the UN Convention on the Rights of Persons with Disabilities (UNCRPD), Germany has committed itself to enabling people with disabilities to participate in all aspects of life. This also includes the equal right to fair, safe, and healthy working conditions. To date, there is very little information about the working conditions of people with disabilities available in Germany. This can primarily be attributed to the fragmentary data situation (data gap).

The few existing survey data that could offer insights into this topic have hardly been used so far. In general, only the overall participation rates for people with disabilities on the labour market are considered, without providing more detailed information about the workplaces and the characteristics of the jobs (utilisation gap). In consequence, the exact way in which these people participate in the working life has yet to be clarified and potential opportunities to make work more appropriate for them need to be identified (knowledge gap, design gap).

Against this background, Project F 2540 is examining which survey data are already available to describe the working conditions of people with disabilities and which gaps need to be filled in the future. Deeper insights will be gained into the working conditions of this specific group on the basis of existing survey data and qualitative interviews. Finally, recommendations for survey concepts for improving the data situation on the work situation of people with disabilities will be developed. This will be done in collaboration with specialists in the field and experts by experience,

This project is being conducted in cooperation with the Faculty of Rehabilitation Sciences at TU Dortmund.

Referenznummer:

R/FO126072


Informationsstand: 05.02.2024