Sprungnavigation Tastaturkurzbefehle

Suche und Service

Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt
Veränderung der Lebensqualität von Menschen mit Behinderung durch Veränderung der Wohnform

Beschreibung / Inhalte

Der Reformbedarf in der Behindertenhilfe ist unbestritten. Dabei geht es zurzeit darum, die Leitidee einer stationären Behindertenhilfe zugunsten eines flexiblen, regionalen, nutzerorientierten Dienstleistungsangebots zu verändern und dieses möglichst kosteneffizient zu realisieren. In Hamburg wurde in diesem Zusammenhang ein Prozess der Ambulantisierung durch eine Vereinbarung zwischen der Behörde für Soziales und Familie und den Einrichtungsträgern in der Behindertenhilfe eingeleitet. Nach dieser Vereinbarung sollen bis Ende 2010 insgesamt 30 % der stationären Wohnplätze für Menschen mit geistigen und mehrfachen Behinderungen in ambulante Wohnformen umgewandelt werden. Es werden in diesem Zusammenhang
  • neue Wohnungen für Wohngemeinschaften geschaffen
  • bestehende Wohngruppen in Haus- oder Wohngemeinschaften umgewandelt
  • für einzelne Personen eigene Wohnungen angemietet

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften begleitet das Vorhaben der Ambulantisierung bei Leben mit Behinderung Hamburg, indem 50 Bewohner(innen), ihre Angehörigen und ihre Unterstützer während dieses Prozesses in den ersten vier Jahren der Ambulantisierung mehrmals befragt werden. Diese, als Evaluation angelegte, Begleitung verfolgt das Ziel, die konkreten Anstrengungen von Leben mit Behinderung Hamburg zur Umwandlung seiner stationären Einrichtungen in ambulante Wohnformen zu analysieren und zu bewerten.

Mit diesem Vorhaben werden Antworten auf die Frage gesucht, inwiefern sich der Wechsel in die ambulante Wohnform auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirkt und wie zufrieden die Bewohner(innen) und ihre Angehörigen bzw. rechtlichen Betreuer mit der neuen Wohnsituation sind. Zentrales Anliegen an die Evaluation ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob und inwieweit die Nutzer(innen) das Ziel der Umwandlung, nämlich ihnen mehr Selbstständigkeit und Selbstbestimmung und damit einen Zugewinn an Lebensqualität zu ermöglichen, tatsächlich erleben.

Um die Leitfrage der Untersuchung beantworten zu können, werden die Menschen mit Behinderung, Angehörige und die professionellen Unterstützer(innen) zu Zeitpunkten befragt.

Die Erhebungszeiträume sind:
  • sechs Wochen vor der Veränderung der Wohnform
  • sechs Monate nach dem Umzug
  • ein Jahr nach der veränderten Wohnform
  • drei Jahre nach der veränderten Wohnform

Projektdaten

Beginn:

01.01.2006


Abschluss:

30.09.2011


Kostenträger:

  • Finanziert wird diese Studie im Großteil über eine Zuwendung der Conterganstiftung für behinderte Menschen

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • vor der Horst, Michael | 
  • Weber, Petra, Prof.

Institutionen:

Leben mit Behinderung Hamburg
Südring 36
22303 Hamburg-Winterhude
Homepage: https://www.lmbhh.de/

Ansprechperson:
Michael von der Horst
Telefon: 040 270 790-913 E-Mail: horst@lmbhh.de

Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)
Fakultät Wirtschaft und Soziales
Saarlandstraße 30
22303 Hamburg
Homepage: https://www.haw-hamburg.de

Ansprechperson:
Prof. Petra Weber
Telefon: 040 42875-7121 E-Mail: petra.weber@sp.haw-hamburg.de

Abschlussbericht (2011):
Veränderungen der Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen durch Veränderung der Wohnformen - Eine Evaluationsstudie zum Ausbau ambulanter Wohnformen bei Leben mit Behinderung Hamburg Sozialeinrichtungen gGmbH
Download unter https://www.lmbhh.de/fileadmin/user_upload/Infomaterial/Wohnen_wie_andere_-_Abschlussbericht_2011.pdf

Referenznummer:

R/FO3684


Informationsstand: 20.08.2019