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Angaben zum Forschungsprojekt

Evaluation harmonisierter Bildungsrahmenpläne in der Beruflichen Bildung von Werkstätten für behinderte Menschen (EVABI)

Der Berufsbildungsbereich der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) stellt sich über einen Zeitraum von zwei Jahren der Aufgabe, Menschen mit Behinderung individuelle Berufliche Bildung zu ermöglichen und sie ihn ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen. Richtungsweisend für die Durchführung von Maßnahmen sind dabei die Vorgaben der Agentur für Arbeit, die als Kostenträger fungiert. Gegenstand des Forschungsprojekts "EVABI" sind die von der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG WfbM) entwickelten harmonisierten binnendifferenzierten Bildungsrahmenpläne. Diese wurden auf Grundlage des Fachkonzeptes der Bundesagentur für Arbeit (HEGA 06/2010) entwickelt. Die bundesweite Studie wurde von der BAG WfbM initiiert und findet in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Sonderpädagogik V, Pädagogik bei Verhaltensstörungen statt, der für die wissenschaftliche Begleitung verantwortlich ist.

Folgende Forschungsfragen stehen im Zentrum des Erkenntnisinteresses:

- Welchen spezifischen Zielgruppen - hinsichtlich verschiedener Heterogenitätsdimensionen - stellt sich der Berufsbildungsbereich der Werkstätten mit Hilfe eines individualisierten Bildungsangebotes?

- Welche strukturellen und prozessorientierten Rahmenbedingungen hält der Berufsbildungsbereich der Werkstätten vor, um ein individualisiertes und zieldifferentes Lehren und Lernen von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen?

- Welche individuellen Bildungsverläufe bzw. welche Bildungsergebnisse können bei den TeilnehmerInnen mit Behinderung identifiziert werden?

Ziel des Vorhabens ist neben der Evaluierung der Heterogenitätsdimension die Analyse der Prozess- sowie der Ergebnisqualität von Bildungsangeboten auf der Basis harmonisierter Bildungsrahmenpläne. Hierzu entwickelt die Universität Würzburg verschiedene Erhebungsinstrumente auf der Grundlage eines mixed-method-Designs, welche an die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung angepasst werden. Insgesamt nehmen 20 Werkstätten an der deutschlandweiten Studie teil. Die Ergebnisse werden publiziert und in einem Abschlussbericht zusammengefasst.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.01.2018


Abschluss:

31.12.2019


Art:

Studie / Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125827


Informationsstand: 08.01.2019