Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: } Gefördertes Projekt
Neue Technologien als integrationsförderndes Moment

Beschreibung / Inhalte

Ziel soll die Integration von körperbehinderten Akademiker/innen und Techniker/ innen, in den IuK-Arbeitsmarkt sein. Typische Tätigkeiten in der IuK-Branche wie Programmieren, Support, Systemanalysen usw. verlangen nicht viel Körperkraft und können im Sitzen ausgeführt werden. Sie sind für körperlich beeinträchtigte Personen geeignet. Auf diesen Arbeitsmarkt müssen die Teilnehmer/innen durch eine betreute, praxisorientierte Ausbildung vorbereitet werden. Es muss eine sensibilisierende Beratung zur Einrichtung behindertengerechter Arbeitsplätze implementiert werden, die Ängste abbaut, über Fördermöglichkeiten informiert und bei der Inanspruchnahme beratend unterstützt.

Aufgabe dieses Teilprojektes ist es, die Teilhabe am Arbeitsleben mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zu erleichtern und in der Öffentlichkeit - und vor allem bei Arbeitgeber/innen - Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen abzubauen und für diese zu sensibilisieren. Strategie soll es sein, die Erwerbsfähigkeit behinderter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu verbessern und ihre Teilhabe am Arbeitsleben entsprechend ihren Neigungen und Fähigkeiten möglichst auf Dauer im IuK-Arbeitsmarkt zu sichern.

Durch eine fundierte mehrmonatige Spezialisten-Ausbildung mit der Möglichkeit weltweit anerkannte Zertifikate zu erwerben, soll ihre Erwerbsfähigkeit verbessert, hergestellt oder wiederhergestellt werden. Zielgruppe sind vor allem Akademiker/innen und Techniker/innen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Im Rahmen der Qualifizierung werden zwei Klassen mit maximal 12 Teilnehmern pro Gruppe gebildet, um optimale und individuelle Lernbedingungen für die Teilnehmern/innen zu ermöglichen. Ein eigens auf die Zielgruppe abgestimmtes Curriculum wird entwickelt und erprobt. Durch ein Praktikum soll einerseits der weit verbreiteten Annahme einer geringeren Belastbarkeit von behinderten Menschen entgegengewirkt werden und anderseits ein geeignetes betriebliches Umfeld gefunden werden, da jeder Arbeitnehmer in ein soziales Umfeld eingebunden ist und von diesem getragen werden muss.

Wichtig für die Beschäftigung behinderter Arbeitnehmer/innen ist die Einrichtung des Arbeitsplatzes. Dies ist, je nach körperlicher Behinderung, mit entsprechendem Aufwand verbunden und bedarf einer großen Sorgfalt. Je nach Handicap muss ggf. auch eine Anpassung der Software erfolgen. Die Teilnehmer/innen werden dazu am zukünftigen Arbeitsplatz trainiert. U. U. müssen auch die am Arbeitsprozess Mitwirkenden entsprechend instruiert werden. U.U. festgestellte Qualifikationsdefizite können durch unterstützende Trainings abgebaut werden. Für die Einrichtung behindertengerechter Arbeitsplätze gibt es eine Reihe von unterstützenden Maßnahmen, die allerdings oft nicht bekannt sind. Von daher wird in das Projekt eine sensibilisierende Arbeitgeberberatung über Fördermöglichkeiten und deren Inanspruchnahme implementiert werden. Dazu werden Arbeitgeber während der gesamten Laufzeit kontaktiert und beraten.

Projektdaten

Beginn:

01.01.2005


Abschluss:

31.12.2007


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
  • Europäischer Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Hoffmann, Ron

Institutionen:

Informationsverarbeitung und angewandte Datentechnik GmbH (IAD)
Maximilian-Welsch-Straße 2A
99084 Erfurt
Telefon: 0361 65930-0 E-Mail: R_Hoffmann@iad.de
Homepage: http://www.iad.de/Seiten/default.aspx

Teilprojekt in der EQUAL-Entwicklungs-Partnerschaft MOVE IT Qualität und Vielfalt - Neue Chancen für Menschen mit Behinderung

Referenznummer:

R/FO3637


Informationsstand: 28.01.2008