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Angaben zum Forschungsprojekt

ISCAS Integrations-Service-Center für arbeitssuchende Menschen mit Sehschädigung

Seit der im Jahr 2009 durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales getroffenen Entscheidung, dass die IFD-Leistungen zukünftig der Ausschreibungsverpflichtung unterliegen, haben sich die Integrationsämter bzw. Hauptfürsorgestellen auf Ihre Kernaufgaben der Betreuung zum Erhalt von Arbeitsplätzen und der Unterstützung beim Übergang (z. B. Schule-Berufsausbildung) zurückgezogen.

Für das Rheinland hat das LVR-Integrationsamt entsprechend entschieden, dass nur noch behinderte Menschen im Tätigkeitsfeld Integrationsvermittlung unterstützt werden, für die durch den zuständigen Reha-Träger eine Beauftragung erteilt wird. Behinderte Menschen ohne Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben können durch die Integrationsfachdienste nicht mehr betreut werden. Damit können diese bisherigen Vermittlungskunden des Integrationsfachdienstes nur durch ihre zuständige Agentur für Arbeit bzw. ARGE oder optierenden Träger Unterstützung erfahren.

Besonders im Bereich der blinden und hochgradig sehbehinderten Menschen ist dies problematisch, da gerade der Personenkreis mit einer Sinnesbehinderung schnell an seine Grenzen stößt und durch die zuständige Behörde nur unzureichend Unterstützung erfährt und erfahren kann. Der Integrationsfachdienst unterstützt hier leider nur noch in sehr begrenztem Maße, da er nur noch für Reha-Kunden tätig werden kann.

Gegenstand des Projektes ist der nachhaltige Aufbau und Betrieb eines Integrations-Service-Center für arbeitssuchende Menschen mit Sehschädigung, das diese Lücke für die Betroffenen schließen soll. Wesentlichste Besonderheit an diesem Projekt ist, dass dieses Servicecenter überwiegend von ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben werden wird. Sowohl im Projektzeitraum als auch nach Beendigung des Projektes erfährt das Integrations-Service-Center personelle und infrastrukturelle Unterstützung durch das Fachpersonal der Berufsförderungswerk Düren gGmbH.

Während des Projektes erfolgt eine externe wissenschaftliche Evaluation durch die RWTH Aachen, um Nachhaltigkeit und Transfermöglichkeiten zu schaffen.



Beginn:

01.12.2012


Abschluss:

31.12.2014


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


Deutsche Rentenversicherung Rheinland



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125468


Informationsstand: 21.06.2018