in Projekten blättern

Angaben zum Forschungsprojekt

SchülerPool

Im Rahmen des dreijährigen Projektes SchülerPool wird beabsichtigt, über einen spezifischen Hilfsmittelpool die technische und optische Beratung, Versorgung und Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt Sehen im Gemeinsamen Lernen ab Klasse 8 sicherzustellen.

Dabei steht im Projekt eine Beraterin für viele Fragestellungen rund um die Themen Hilfsmittelversorgung, technische Installation, Einweisung am Praktikumsplatz und im Schulalltag sowie Auslieferung zur Verfügung.

Es gibt im Rheinland einen eigens für sehbehinderte bzw. blinde Menschen eingerichteten Hilfsmittelpool am Standort Düren, jedoch wurde hierbei der Fokus auf den Arbeitsplatz am allgemeinen Arbeitsmarkt gelegt und demzufolge wurden die Besonderheiten für Schülerinnen und Schüler bei der Ausstattung nicht berücksichtigt.

Die Versorgung aus dem bisherigen Hilfsmittelpool bestand lediglich aus der Bereitstellung von technischen und optischen Hilfsmitteln. Da dies bei jungen Menschen alleine nicht ausreichend ist, sollen im Rahmen des Projektes zudem Personalressourcen bereitgestellt werden, welche die Hilfsmittelversorgung auch über einen längeren Zeitraum unterstützen und als Ansprechpartner in Problemlagen für alle Beteiligten zur Verfügung stehen.

Sind Hilfsmittelempfehlungen herausgearbeitet worden, muss die Schülerin oder der Schüler lernen, diese Hilfsmittel oder besonderen Arbeitstechniken optimal einzusetzen und in seinen Alltag einzubinden. Dies ist eine besondere Herausforderung für die Schülerin oder den Schüler (und ggf. seinen Integrationshelfer). Zum einen kann die Schülerin oder der Schüler seine Behinderung ein Stück weit kompensieren, wird allerdings gleichzeitig seinem Umfeld eine Sonderrolle signalisieren, die sich ggf. problematisch während der Adoleszenz auswirken kann (Rolle der Sonderpädagogen, der allgemeinen Schule, der Eltern...).

Hat die Schülerin oder der Schüler im Lernalltag akzeptiert und auch gelernt, seine Hilfsmittel effektiv einzusetzen, dann heißt es auch bei den verschiedenen betrieblichen Praktika Akzeptanz zu schaffen und technische Bedenken zu zerstreuen. Hierbei muss der Berater helfen und die Kommunikation im Praktikumsbetrieb übernehmen oder begleiten, damit Vorbehalte abgebaut werden. Ziel muss es sein, dass die Schülerin oder der Schüler technisch in das System des Praktikumsgebers integriert wird und somit eine faire Chance erhält, wertvolle Praktikumsaufgaben unter realistischen Bedingungen zu verrichten und somit einen echten Einblick in die Arbeitswelt zu erhalten.

Die Beschreibung der Aufgabenstellung für den Berater zeigt, dass eine engmaschige und konstruktive Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst Sehen, dem LVR Integrationsamt und den Sonderpädagogen unabdingbar ist. Hier sind regelmäßige Gespräche, Aufgabenklärungen und Terminabstimmungen erforderlich.



Beginn:

01.05.2014


Abschluss:

30.04.2017


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Integrationsamt Rheinland (vom Landschaftsverband Rheinland)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125610


Informationsstand: 20.03.2018