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Angaben zum Forschungsprojekt

Tastbare Grafikplatten für Blinde und stark Sehgeschädigte

Zur Erforschung, Anfertigung und Auswertung von Grafiken für Blinde bedarf es der Entwicklung einer speziellen numerisch gesteuerten Fräs- und Tiefziehanlage und der Entwicklung einer Software zum direkten Umsetzen von geschriebenem Text in die Brailleschrift.
Mit der Entwicklung sollen kostengünstig Tastbilder entstehen, die wesentlich größer als A3 sind. Die bekannte Gesetzmäßigkeit, dass die Fräskosten im Quadrat und höher mit der Fräsfläche steigen, soll durch geeignete Maßnahmen in der Hard- und Software durchbrochen werden.
Ebenso ist die erforderliche Energiezufuhr beim Tiefziehen von Tast- oder Trennfolien dieser Größen zu klären.
Bei der Verwirklichung dieses Projektes finden Systematik und Anforderungen der Automatisierungs- und Regelungstechnik Berücksichtigung. Für die Nutzung taktiler Informationstafeln im öffentlichen Raum sind gießfähige Werkstoffe so auszuwählen und zu kombinieren, dass die feine Taststrukturen auf dünnen, schlagfesten, transparenten und UV-lichtbeständigen Platten angeordnet werden können.
Des Weiteren sollen Bildträger für Sehende in die Tastfolien eingebettet werden. Durch die Einbeziehung eines Touch-Systems soll die taktile Informationsvermittlung zusätzlich mit einer akustischen ergänzt werden.
Untersuchungen mit tastenden Probanden sollen Aufschluss über die Bildgestaltung, -größe und der -anordnung geben.
Die bisherige Nutzung taktiler Grafiken ausschließlich für Blinde soll für Assessment und Therapie in der Rehabilitation ausgedehnt und darüber hinaus zur Förderung der Tastfähigkeit von Kindern im Kindergarten genutzt werden.



Beginn:

01.01.2002


Abschluss:

30.06.2005



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3053


Informationsstand: 04.12.2019