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Angaben zum Forschungsprojekt

Peer Counseling im Rheinland - Beratung auf Augenhöhe

Im Kontext der Umsetzung der UN-Behindertenrechtkonvention hat es sich der Landschaftsverband Rheinland (LVR) zum Ziel gesetzt, die Inklusion im Bereich der selbstbestimmten Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft weiter zu entwickeln.

Der Landschaftsverband Rheinland erprobt hierzu in mehreren Regionen des Rheinlandes insgesamt zehn neue Konzepte des Peer Counseling.

Peer Counseling ist eine Beratungsmethode und meint hier konkret die Beratung von Menschen mit Behinderung durch Menschen mit Behinderung. Ziel ist es, eine Beratung auf gleicher Augenhöhe anzubieten und somit partizipatorische Prozesse und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung zu fördern.

Die vom LVR geförderten Anlaufstellen und Beratungsangebote des Peer Counseling richten sich zum einen insbesondere an Menschen, die im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen wesentlich behindert sind oder von einer solchen Behinderung bedroht sind. Zum anderen richten sie sich an Menschen mit Behinderung, die an einer Schnittstelle ihrer beruflichen Entwicklung stehen. Konkret an Schülerinnen und Schüler mit (Schwer-)Behinderung und sonderpädagogischem Förderbedarf, die sich mit dem Übergang auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigen.

Auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rheinischen Werkstätten für behinderte Menschen, die Wege auf den allgemeinen Arbeitsmarkt suchen, zum Beispiel ein Praktikum machen oder auf einem betriebsintegrierten Arbeitsplatz arbeiten möchten, können sich hier von "Peers", also anderen Menschen mit Behinderung und ähnlicher Erfahrung, beraten lassen.

Die Förderung ist zunächst auf drei Jahre befristet. Die zehn Beratungsangebote werden begleitend von der prognos AG und der Universität Kassel evaluiert.



Beginn:

01.07.2014


Abschluss:

30.06.2017


Art:

Eigenprojekt / Wissenschaftliche Arbeit



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125587


Informationsstand: 11.06.2018