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Angaben zum Forschungsprojekt

Wassertherapieseminar

Einleitung:

Der Bundesverband der Kehlkopfoperierten e. V. betreut knapp 5.000 betroffene Mitglieder und verfolgt nach seiner Satzung insbesondere das Ziel, durch Informationen und Schulung den Mitgliedern den aktuellen Wissensstand zu Lebensstil fördernden Aktivitäten zu vermitteln, und dadurch die Lebensqualität zu steigern. Die Mitglieder dienen zudem als Multiplikatoren bei ihren Aktivitäten. Das geförderte Wassertherapieseminar richtet sich an betroffene männliche und weibliche Mitglieder des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten, die ehrenamtlich ihren Landesverbänden, Bezirks- und Ortsvereinen, Sektionen und weiteren Selbsthilfegruppen in der Funktion als Wassertherapiebeauftrage zukünftig Wassertherapieseminare (inkl. Einführung des Wassertherapiegerätes) für Kehlkopfoperierte anbieten. Voraussetzung für die Teilnahme an einem Wassertherapieseminar ist ein völlig abgeheiltes, dichtes Stoma. Die ausgebildeten Teilnehmer sind aktiv in ihren Landes- oder Bezirksverbänden sowie an Reha-Kliniken als sog. "Wassertherapiebeauftragte" tätig. Am Seminar nahmen 21 Multiplikatoren teil.

Arbeits- und Zeitplan:

Das Programm des Seminars war auf drei Tage aufgeteilt. Das Seminarprogramm am ersten Tag beinhaltete die organisatorischen Hinweise, Vorstellung der Teilnehmer, die theoretische Einführung in den Umgang mit einem Wassertherapiegerät sowie den theoretischen Teil über die Bewegungsförderung und den Sport bei Krebspatienten unter besonderer Beachtung der veränderten Atmung. Der zweite Tag startete mit einem Erste-Hilfe-Kurs des DRK und mit einer Aufklärung zum Thema "Verhalten bei Badeunfällen". Nach der Mittagspause wurde zum Gewinn der Lebensqualität durch Bewegung und Sport nach der Kehlkopfoperation vorgetragen. Anschließend fanden die praktischen Wasserübungen unter der Aufsicht von den Mitarbeitern der DLRG Soltau statt. Nach dem Motto: "Wie organisiere ich Wassertherapiekurse und was muss dabei beachtet werden" begann der letzte Seminartag. Die Seminarteilnehmer wurden auch zu Fragen der Haftung aufgeklärt. Es fanden erneut praktische Übungen im Wasser statt. In der Abschlussrunde konnten sich die Teilnehmer*innen mit dem Wassertherapiebeauftragten des Bundesverbandes über organisatorische und inhaltliche Fragen austauschen. Die Teilnehmer bewerteten das Programm sehr positiv. Es war ein sehr lehr- und hilfreiches Seminar für die angehenden und fundierten Wassertherapiebeauftragten.

Verbreitung und Öffentlichkeitsarbeit der Projektergebnisse:

Über das Seminar wird im Verbandsmagazin "SPRACHROHR" berichtet. Im Rahmen von Versammlungen und Veranstaltungen auf Landes- und Bezirksebene werden die Seminarteilnehmer über die Ergebnisse und ihre Erfahrungen während des Wassertherapieseminars berichten. Auf der Internetseite des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten e. V., http://kehlkopfoperiert-bv.de/ sind Informationen zu Thema Wassertherapie veröffentlicht worden.

Verwertung der Projektergebnisse:

Mit dem erhaltenen Wissen kann die Betreuung der betroffenen Mitglieder in den Landesverbänden verbessert werden. Die Teilnehmer sind in ihren Landesverbänden als Wassertherapiebeauftragte tätig und kümmern sich im Sinne der Selbsthilfe um andere Betroffene. Die Wassertherapiebeauftragten stehen Interessierten jederzeit zur Verfügung und planen die Treffen nach Absprache und Interesse. Alle vom Bundesverband ausgebildeten Wassertherapiebeauftragten geben ihr erworbenes Wissen als Multiplikatoren weiter und helfen somit neuen Betroffenen wieder einen Schritt mehr zurück in ihr Leben vor der Kehlkopfoperation. Der Bundesverband der Kehlkopfoperierten e. V. nimmt die Betreuung seiner Mitglieder sehr ernst. Das angebotene Wassertherapieseminar unterstützt die Arbeit der aktiven ehrenamtlichen Mitglieder. In den letzten 10 Jahren konnte der Bundesverband mehr als 60 neu ausgebildete Wassertherapiebeauftragte gewinnen.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

10.09.2018


Abschluss:

12.09.2018


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125840


Informationsstand: 25.03.2019