Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt Studie
Gesundheitsökomonische Aspekte der Verbundarbeit in der Suchtkrankenhilfe (EVS)

Beschreibung / Inhalte

Die Untersuchung "Gesundheitsökonomische Aspekte der Verbundarbeit in der Suchtkrankenhilfe" (GÖS) repräsentiert die gesundheitsökonomische Fortsetzung der bisherigen Studien zur "Alkoholentwöhnung im Verbundsystem (EVS)" der AG Devianz der Universität Oldenburg. Während in den vorangegangenen EVS-Studien die Verfahren selbst sowie ihre Einführung und Organisation im Mittelpunkt standen, wurden in der von 2004 bis 2006 durchgeführten GÖ-Studie die Kombi-Behandlungen und ihre Akteure - Leistungsanbieter wie Leistungsträger - selbst unter gesundheitsökonomischer Perspektive betrachtet. Die Untersuchung liefert Zugänge zur und Erkenntnisse über die Gesundheitsökonomie bei kombiniert durchgeführten Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation von Alkoholabhängigen. Sie stellt somit nicht mehr nur separate medizinische oder pflegerische Einzelmaßnahmen bzw. Technologien in den Mittelpunkt der Analyse, sondern die gesamte Intervention, bestehend aus unterschiedlichen ineinander greifenden Maßnahmen und abgestimmten Programmen.

Neben der Analyse von Reha-Statistiken und Sonderauswertungen sowie des Verwaltungsverfahrens der DRV Oldenburg-Bremen wurden Dokumente von Leistungsanbietern in der Suchthilfe (sechs stationäre/tagesklinische und 16 ambulante Rehabilitationseinrichtungen) unter der Perspektive von Kosten-Leistungsrechnungen untersucht und Möglichkeiten der Berechnung von Kosten und Erlösen geprüft. Ergänzt wurde dieses Vorgehen durch eine ExpertInnenbefragung sowie die Erhebung von Kooperationsaufwand im Verbundsystem.

Mit der Studie liegt nun eine Bestandsaufnahme zu gesundheitsökonomischen Aspekten der Verbundarbeit in der Suchthilfe am Beispiel der beteiligten 22 Leistungsanbieter vor. Zu den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung gehört, dass Transparenz über wirtschaftliche Daten zurzeit nur sehr begrenzt hergestellt werden kann. Anhand der Ergebnisse wird an vielen Beispielen aufgezeigt, zwischen welchen Polen sich die Darstellung von finanz- und leistungswirtschaftlichen Daten bewegt und wie damit die Diskussion um Standards oder eine kostendeckende Durchführung der Rehabilitation zukünftig angeregt werden kann. Im Anschluss an die Ergebnisse der GÖS bleibt zu klären, wie gesundheitsökonomische Instrumentarien in der Suchthilfe insgesamt wie auch speziell im Verbund auszugestalten sind, um zukünftig Entscheidungen über finanzielle Zuwendungen oder die Zuweisung von Versicherten in Rehabilitationen mittels hinreichend abgesicherter wirtschaftlicher Datenbasis treffen zu können.

Projektdaten

Beginn:

01.06.2004


Abschluss:

28.02.2007


Kostenträger:

  • Deutsche Rentenversicherung Oldenburg-Bremen

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Tielking, Knut, Prof. Dr. rer. pol. habil. phil.

Mitarbeitende:

  • Ratzke, Kerstin, Dipl.-Soz.-Wiss.

Institutionen:

Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg
AG Devianz
26111 Oldenburg
Telefon: 0441 798-5156 E-Mail: alkohol@uni-oldenburg.de
Homepage: https://www.uni-oldenburg.de/

Tielking, K., Ratzke, K.: Gesundheitsökonomische Aspekte der Verbundarbeit in der Suchthilfe. GÖS. Schriftenreihe Sucht- und Drogenforschung Bd. 9, Ausgabe 5, Oldenburg 2006

Referenznummer:

R/FO3402


Informationsstand: 09.04.2020