Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: } Verbundprojekt Gefördertes Projekt Studie
Aus-, Fort-, und Weiterbildung in der Rehabilitation

Beschreibung / Inhalte

Hinweis: Die Informationen zu diesem Projekt sind archiviert und werden nicht mehr aktualisiert.

Hintergrund:

Wichtige Ziele psychosozialer Personalfortbildung und Supervision bestehen in der Qualitätssicherung, in der emotionalen Entlastung der Fachkräfte und Erhöhung der Arbeitszufriedenheit, in der Burnout-Prävention und grundsätzlich in der Integration psychosozialen Denkens und Handelns. Nur wenige Untersuchungen belegen allerdings bislang den Fortbildungsbedarf in der Rehabilitation, noch seltener weisen Evaluationsstudien konkrete Wirkungen nach.

Ziele und Fragestellungen:

Ziele und Fragestellungen sind die Weiterentwicklung und Evaluation bedarfsgerechter Fortbildungsangebote, die Durchführung spezieller Veranstaltungen zur interdisziplinären Kommunikation, Interaktion und Kooperation in der Rehabilitation mit dem Ziel ihrer Optimierung und Integration von psychosozialen Rehabilitationsthemen in Aus- und Weiterbildungscurricula verschiedener Berufsgruppen sowie der Qualifizierung von Fortbildern.

Studiendesign:

Der psychosoziale Fortbildungsbedarf von Ärzten, Pflegekräften und Physiotherapeuten (N = 69) wurde durch einen anonymen Fragebogen erfasst (Hauptinhalte: Arbeitszufriedenheit, Erfahrungen und Erwartungen hinsichtlich Zielen, Organisations-, Arbeitsformen, Themen, und Interdisziplinarität der Arbeit). Es wurden bis Okt. 2001 insgesamt 55 Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt und per Fragebogen am Ende der Veranstaltung evaluiert (N = 529 Teilnehmer).

Ergebnisse:

Nur 23 % der Befragten haben bisher an psychosozialer Fortbildung teilgenommen. Demgegenüber hat die Mehrheit klare Erwartungen im Sinne von Kompetenzzuwachs, besserer Konfliktbewältigung im Team sowie Reflexion und Auseinandersetzung mit der Einstellung zu Patienten und Arbeit. Am häufigsten werden die Themen 'Umgang mit fordernd-aggressiven Patienten' und 'Depression/Suizidalität' gewünscht, gefolgt von teambezogenen Angeboten wie 'Möglichkeiten des Selbstschutzes' und 'Verbesserung des Arbeitsklimas'. Die Durchführung von 55 Veranstaltungen zeigt, dass dem Bedarf auch eine konkrete Inanspruchnahme entspricht und die Erwartungen der Teilnehmer weitgehend erfüllt werden können. Neben den generellen Wirkungen ('Nützlichkeit für die klinische Arbeit') werden auch konkrete gesehen (z. B. Kompetenzsteigerung im Patientenumgang, 'mehr Wissen über Kooperationsmöglichkeiten im Team', 'bessere Beziehung zum Patienten' und 'bessere Zusammenarbeit im Team'). Dem interdisziplinären Fortbildungssetting wird ein besonderer Stellenwert.

Forschungsverbund NRW

Projektdaten

Beginn:

01.01.1999


Abschluss:

31.12.2001


Kostenträger:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. - DLR Projektträger des BMBF
  • Deutsche Rentenversicherung Bund

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Muthny, F. A., Prof. Dr. Dr. (verstorben) | 
  • Witting, U., Prof. Dr. | 
  • Mariolakou, A. | 
  • Nippert, R. P., Prof. Dr. | 
  • Delbrück, H., Prof. Dr. med.

Institutionen:

Rehabilitationswissenschaftlicher Forschungsverbund Nordrhein-Westfalen

Institut für Med. Psychologie der Universität Münster
Von-Esmarch-Straße 52
48149 Münster

Universität Münster
Institut für Ausbildungsforschung

Universität Münster
Institut für Arbeitsmedizin

Kooperierende Institutionen:
Klinik Bergisch-Land Wuppertal

Universität Bielefeld
Homepage: https://www.uni-bielefeld.de/gesundhw/

Muthny, F. A., Mariolakou, A. (2000): Arbeitszufriedenheit im Reha-Team und der Bedarf an psychosozialer Fortbildung - eine empirische Untersuchung mit 269 Fachkräften in der Rehabilitation. Prävention und Rehabilitation, 12, 45-53.

Referenznummer:

R/FOFVB6Q1


Informationsstand: 06.12.2019