Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt Dissertation
Bodies of Surveillance - Behinderung, Weiblichkeit und die Hüterinnen des Genpools

Beschreibung / Inhalte

An der Universität zu Köln forschte die nordamerikanische Kulturwissenschaftlerin und DAAD-Stipendiatin Sara Vogt über die Geschichte von Behinderung und Geschlecht in Deutschland und den USA. Ihre Dissertation, "Bodies of Surveillance: Behinderung, Weiblichkeit und die Hüterinnen des Genpools", fragt nach den Konstruktionen von Behinderung und Geschlecht in der eugenischen Ideologie und Politik des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Sie untersucht die verschiedenen Rollen, die Frauen in der Eugenik der 1920er Jahren gespielt haben.

Das Forschungsprojekt geht von folgenden Fragen aus:
Wie war der Status von Weiblichkeit in dem eugenischen Projekt? Aus welchen Gründen wurden weiße, bürgerliche Frauen zu Vermittlerinnen zwischen der medizinischen Wissenschaft, dem behinderten Körper und dem allgemeinen Publikum? Wie kam es zu dem Anspruch, dass solche Frauen dafür verantwortlich waren, die rassische Reinheit der Nation zu sichern?
Wie hat dieser Vermittlungsprozess Frauen positioniert, auf der subjektiven Ebene, indem sie das "soft face" maskuliner Wissenschaft repräsentierten, und auf der objektiven Ebene, indem sie als geprüfte Körper galten, die dafür verantwortlich gemacht wurden, das Fortpflanzungspotential der Nation zu regulieren.

Projektdaten

Beginn:

01.10.2005


Abschluss:

30.09.2006


Kostenträger:

  • Deutscher Akademischer Austausch Dienst (DAAD)

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Waldschmidt, Anne, Prof. Dr. rer. pol.

Mitarbeitende:

  • Vogt, Sara

Institutionen:

Universität Köln
Humanwissenschaftliche Fakultät
Frangenheimstr. 4
50931 Köln
Telefon: 0221 470-6891 E-Mail: anne.waldschmidt@uni-koeln.de
Homepage: https://idis.uni-koeln.de/forschung/projekte/surve...

Bodies of Surveillance: Disability, Femininity and the Keepers of the Gene Pool

The North American cultural studies scholar and DAAD fellow Sara Vogt came to the University of Cologne in order to compile research for her dissertation, which compares the modern histories of disability and gender in Germany and the United States. Her dissertation entitled, "Bodies of Surveillance: Disability, Femininity and the Keepers of the Gene Pool," investigates the categorical constructions of disability and gender as employed by early twentieth century eugenic science. Looking specifically at German and U.S. eugenic ideology, practices, and policies in the 1920s, it examines the various roles women played in the campaign for racial purity.

This project poses the following research questions:
What was the status of femininity in this eugenic project that placed white, middle class women as mediators between medical science, disabled bodies, and the general public, thereby staking the claim that such women were ultimately responsible for securing the racial purity of the nation?
How did this process of mediation position women subjectively as the "soft face" of masculine science and objectively as scrutinized bodies responsible for surveying the future reproductive potential of the nation?

Referenznummer:

R/FO3678


Informationsstand: 26.05.2008