Inhalt

Forschungsprojekt
Projektart: } Gefördertes Projekt
Fachtagung zum Thema Barrierefreier Notruf

Beschreibung / Inhalte

Im Notfall entscheiden manchmal Minuten über Leben und Tod: Je schneller Hilfe vor Ort ist, desto besser. Aber genau diese Zeit verlieren Menschen mit Hörbehinderung häufig, denn trotz politischer Absichtserklärungen können Notrufe nach wie vor nicht problemlos barrierefrei abgesetzt werden.
Bis heute gibt es keinen barrierefreien Notruf mit einer bundesweit einheitlichen Nummer - obwohl solch eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgehalten ist.

Ein paar Bundesländer bieten eine Notfall-SMS an, wobei eine SMS laut Gesetz nicht als Notruf gilt, denn in der Regel können Notrufleitstellen keine SMS empfangen. Es ist eine Nothilfe für den Übergang gedacht. Es gibt hier aber keine sichere Übertragung zur Leitstelle. Manche SMS kamen nicht an.
Das einzige bundesweite einheitliche Mittel ist ein Notfall-Fax. Doch Faxe sind in Zeiten moderner Technologien nicht mehr zeitgemäß. Wenn sich ein Notfall außerhalb der eigenen vier Wände ereignet - und kein Fax zur Verfügung steht - kann kein Hilferuf abgesetzt werden. Viele Menschen mit Hörbehinderungen haben kein Faxgerät mehr, dafür ein Handy, Computer oder Laptop.

Wir sehen als mögliche Alternative die Einrichtung einer Notruf-App - jedoch mangelt es weiterhin bei der Umsetzung eines barrierefreien Notrufs an einer klaren gesetzlichen Regelung.

Auf dem Markt gibt es bereits Anbieter von Notruf-Apps, z.B. „HandHelp", „Mein Notruf", „Proegon SOS", „Gehoerlosennotruf", etc. Es ist noch unklar, ob solche Notruf-Apps eine dauerhafte Lösung bieten oder nicht auf Dauer zur Verfügung stehen werden. Der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. organisiert eine Fachtagung zum Thema „Barrierefreier Notruf", um über die Problematik der Notruf-Apps zu diskutieren, über die aktuellen Entwicklungen zu informieren und potentielle Lösungsmöglichkeiten zur Umsetzung zu suchen bzw. zu finden. Die Veranstaltung findet am 29.11.2016 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, in der Wilhelmstr. 49, in Berlin statt.

Der Deutsche Gehörlosen-Bund verfasst einen Abschlussbericht und erstellt daraus eine Broschüre.

Projektdaten

Beginn:

01.11.2016


Abschluss:

31.01.2017


Fördernummer:

01 KM 162107

Kostenträger:

  • Bundesministerium für Arbeit und Soziales - BMAS
  • (Projektförderung zur Förderung der Teilhabe behinderter Menschen aus Mitteln des Bundeshaushalts)

ICF-Bezug des Projekts:

  • Die ICF wird genutzt, z. B. durch den Einsatz von ICF-basierten Instrumenten / Skalen zur Beschreibung von Untersuchungsvariablen, Verlaufsdokumentation, Ergebnismessung.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Vogel, Helmut | 
  • Büter, Daniel

Institutionen:

Deutscher Gehörlosen-Bund e.V.
Prenzlauer Allee 180
10405 Berlin
Telefon: 03018-527-1344 E-Mail: d.bueter@gehoerlosen-bund.de
Homepage: http://www.gehoerlosen-bund.de

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Wilhelmstr. 49
10117 Berlin
Homepage: http://www.bmas.de

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststr. 34-37
10115 Berlin
Homepage: https://www.bmwi.de/

Wir, sowie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, haben das Projekt in unseren Pressemitteilungen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Zielgruppen wurden außerdem auf der Homepage des Deutschen Gehörlosen-Bundes e.V., auf Facebook, bei Twitter und im Newsletter des Deutschen-Gehörlosen-Bundes e.V. informiert.

Dokumentation bzw. Broschüre "Fachtagung Barrierefreier Notruf" in Papierformat

In an emergency, it is sometimes minutes of life and death that decide: the faster you get help, the better. But it is precisely this time that people with hearing loss often lose because, in spite of political declarations of intent, emergency calls can still not be easily made barrier-free. To date, there is no barrier-free emergency call with a nationwide single number - although such an agreement is recorded in the coalition agreement of the Federal Government. A few federal states offer an emergency SMS, whereby an SMS is by law not an emergency call, because as a rule emergency call centers can not receive SMS. It is a relief for thought the transition. But there is no secure transmission to the control center here. Some SMS did not arrive. The only nationwide single agent is an emergency fax. But faxes are no longer contemporary in times of modern technology. If an emergency outside of your own four Walls occur - and no fax is available- no call for help can be placed. Many people with hearing impairments no longer have a fax machine, but a mobile phone, computer or mobile phone Laptop. We see as a possible alternative, the establishment of an emergency call app - but it continues to lack in the implementation of a barrier-free emergency call to a clear legal regulation. There are already providers of emergency calling apps on the market, e.g. "HandHelp", "My Emergency Call", "Proegon SOS", "Deaf Call", etc. It is still unclear whether such emergency apps will provide a permanent solution or will not be permanently available. The German Deaf Association e.V. organizes a symposium on the subject of "Barrier-free emergency call" to discuss the problem of emergency call apps, to inform about the latest developments and to find or find potential solutions for implementation. The event will take place on 29.11.2016 at the Federal Ministry of Labor and Social Affairs, Wilhelmstr. 49, held in Berlin. The German Deaf Association compiles a final report and creates a brochure from it.

Schlagworte:

Referenznummer:

R/FO125813


Informationsstand: 01.06.2018