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Angaben zum Forschungsprojekt

Soziale Teilhabe in Europa: Eine Studie zu den Ordnungsprinzipien europäischer Sozial- und Gleichstellungspolitik am Beispiel der Politiken für behinderte Menschen

Behindertenpolitik ist kein klar abgrenzbares Politikfeld, sondern existiert vielmehr als komplexer 'policy mix' im Spannungsfeld von Existenzsicherung (sozialpolitische Absicherung), Rehabilitation (Arbeitmarktintegration) und Gleichstellung ( Bürgerrechtspolitik). Außerdem macht sich der wachsende Einfluss der Europäischen Union als supranationaler Akteur - zum Beispiel bei der Verabschiedung des Gleichbehandlungsgesetzes in Deutschland - bemerkbar.
Vor diesem Hintergrund werden in dem Forschungsprojekt behindertenpolitisch relevante Dokumente der EU analysiert, um die Genese der europäischen Behindertenpolitik auf programmatischer und institutionell-struktureller Ebene zu rekonstruieren. Außerdem wird untersucht, inwieweit sich die europäischen Ordnungsprinzipien in nationalen Politiken wiederfinden und welche Rolle die EU-Vorgaben in den nationalen Implementationsprozessen spielen.
Zu diesem Zweck werden auf der Basis der Wohlfahrtsstaatstypologie von Esping-Andersen (1990) drei Länderprofile erstellt:
- Deutschland für den konservativ-korporatistischen Wohlfahrtsstaatstyp,
- Großbritannien für den wirtschaftsliberalen Typ und
- Schweden für den sozialdemokratisch-universalistischen Typ.
Die Länderanalysen fragen nach dem Spannungsverhältnis zwischen der sozialpolitisch ausgerichteten Behindertenpolitik und der Bürgerrechts- und Gleichstellungspolitik.



Beginn:

01.04.2007


Abschluss:

30.03.2009


Art:

Gefördertes Projekt / Studie


Kostenträger:


RheinEnergieStiftung Jugend/Beruf, Wissenschaft, Köln



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3471


Informationsstand: 05.08.2011