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Angaben zum Forschungsprojekt

Das WerkstattBudget - Persönliches Budget für Werkstattleistungen

Im Projekt 'WerkstattBudget' soll ein Modell zur Nutzung des persönlichen Budgets bei WfBM-Beschäftigten entwickelt und erprobt werden. Dies erfolgt in zwei Komplexeinrichtungen in Westfalen-Lippe. Die 'Komplexleistung Werkstatt' soll nach Vorgaben des Werkstättenrechts in sieben Einzelleistungen gegliedert werden. Diese wiederum werden in Module, Bausteine und Elemente zerlegt und mit Preisen versehen.

Grundsätzlich alle Werkstattbeschäftigten können das WerkstattBudget nutzen, unabhängig vom Grad ihrer Behinderung. So soll mit den Mitteln des Persönlichen Budgets dem Wunsch- und Wahlrecht in Werkstätten noch besser entsprochen werden. Einige Leistungen berühren das arbeitnehmerähnliche Rechtsverhältnis. Sie sind als Pflichtleistungen zu buchen. Innerhalb der Einzelleistungen können Module, Bausteine und Elemente so zusammengestellt werden, dass sie dem individuellen Bedarf (und Bedürfnis) entsprechen.

Das Projekt hat insofern Modellcharakter, als sich hier erstmals Werkstätten bewusst als Teil von Komplexeinrichtungen der Umsetzung des Persönlichen Budgets zuwenden. Damit wird nicht nur die Umsetzung des Persönlichen Budgets in der Werkstatt gefördert, es können darüber hinaus problemlos andere Leistungsarten damit verbunden werden (die teilnehmenden Werkstätten verfügen bereits über Erfahrungen mit dem Persönlichen Budget im Bereich ambulant betreutes Wohnen). Somit sind trägerübergreifende Persönliche Budgets leichter zu bewerben.

Der Antragsteller und die kooperierenden Partner sind der Auffassung, dass das im 'Programm' genannte Ziel des Persönlichen Budgets nicht nur für Werkstattbeschäftigte angeboten werden sollte, die auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln wollen. Es soll - um Werkstattbeschäftigte, denen der Zugang zum Arbeitsmarkt nie ermöglicht werden kann, die volle Nutzung des Persönlichen Budgets ermöglichen. Schließlich ist das Persönliche Budget eine weitere Form, das Wunsch- und Wahlrecht umzusetzen.

Ziel des Projektes ist es daher auch, exemplarisch an zwei Werkstätten aufzuzeigen, welches Potenzial in der Umsetzung dieser Leistungsform gerade für Werkstattbeschäftigte steckt. Dabei soll die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten ausgeschöpft werden, insbesondere auch der Teile, die vor dem bisher geltenden Recht nicht umsetzbar erscheinen.

Durch dieses Projekt soll erreicht werden, dass die Leistungsform Persönliches Budget sowohl beim Zugang zur Werkstatt, beim Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wie auch innerhalb der Werkstatt an Selbstverständlichkeit gewinnt und auf andere Werkstätten übertragbar ist.

Ziel ist die diskriminierungsfreie individuelle Bedarfsstillung durch Inanspruchnahme von Einzelleistungen in der Werkstatt aufgrund einer Zielvereinbarung und deren Umsetzung unter Berücksichtigung des Wunsch- und Wahlrechtes des Beschäftigten.



Beginn:

01.09.2008


Abschluss:

31.12.2010


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), Programm zur Strukturverstärkung und Verbreitung persönlicher Budgets

Landschaftsverband Westfalen-Lippe



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3730


Informationsstand: 20.08.2019