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Angaben zum Forschungsprojekt

KAB-Fallstudie: Kommunikations- und Arbeitsassistenz als Inklusionsinstrument für Hochschulbeschäftigte

Die Forderung nach einer inklusiv gestalteten Arbeitswelt und Gewährleistung beruflicher Teilhabe für Menschen mit Behinderung wird in Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) explizit betont: Jeder Mensch mit Behinderung soll entsprechend seinen Fähigkeiten und Neigungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden, hierdurch seinen Lebensunterhalt bestreiten und Zugang zu Fort- und Weiterbildung finden können. Die BRK-Maximen der Inklusion, Nichtdiskriminierung, Barrierefreiheit und Zugänglichkeit stellen dabei nicht nur auf bauliche und technische Arbeitsplatzanpassungen, sondern auch auf die Förderung beruflicher Qualifikation, persönliche Unterstützung, passgenaue Unterstützungsstrukturen und sensibilisierte Ansprechpartner/innen ab.
Damit sind auch Hochschulen mit neuen Herausforderungen konfrontiert: Sie müssen sich nicht nur stärker für die Belange behinderter Studierender engagieren, sondern auch die Inklusion von Menschen mit Behinderung in den internen Arbeitsmarkt intensiver als bislang gewährleisten. Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) erprobte dazu als bundesweit erste Hochschule auf überindividueller Organisationsebene den Einsatz von Arbeitsassistenz für lautsprachlich orientierte Hörgeschädigte (Schwerhörige, Spätertaubte, Cochlea Implantat-Träger), die in Verwaltung, Technik und Wissenschaft tätig sind. Das von der Ruhr-Universität eigenfinanzierte Projekt wird am Lehrstuhl für Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung (LS AOG, Prof. Dr. Heiner Minssen) wissenschaftlich begleitet. Dabei entstand die erste deutsche Fallstudie über Arbeits- und Kommunikationsassistenz für lautsprachlich orientierte Berufstätige.
Im Mittelpunkt der auf quantitativen und qualitativen Methoden basierenden Fallstudie stand die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Kommunikations- und Arbeitsassistenz nach dem ini.KAB-Ansatz effektiv und effizient ist, um die Inklusion von hörgeschädigten Beschäftigten an Hochschulen zu fördern.



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.04.2011


Abschluss:

30.09.2011


Art:

Eigenprojekt / Wissenschaftliche Arbeit / Studie



Weitere Informationen


Abstract

Case-study on the topic of job communication and hearing-impaired employees

The Convention on the Rights of Persons with Disabilities (short: UN-CRPD) requires the inclusive configuration of the work environment and therefore the guarantee of adequate occupational participation, defined by Article 27 of the UN-CRPD: Every person with a disability should be employed on the general job market according to his or her abilities and aptitudes, thereby earning a living and having access to continuing training and advanced training measures. The convention maxims of participation, non-discrimination, accessibility and the elimination of barriers focus on professional qualification and personal support along with special support structures and contact persons who are sensitive to the special needs of disabled persons. These requirements also pose new challenges for universities, which must not only demonstrate a greater commitment to the concerns of disabled students, but also more forcefully and intensively ensure the inclusion of disabled persons in the internal job market than has been the case until now.
RUB was the first higher education institution in Germany to test the implementation of communication and work assistance for hearing-impaired employees, who are employed in the areas of science, administration, technology and other fields.
The disability case study initiated and financed by the Ruhr-University Bochum was accompanied by the chair of work organization and work structuring (institute of work science). It is the first nationwide case-study in Germany on the topic of job communication and hearing-impaired employees.
The focus of the case-study based on qualitative and quantitative methods is the question, whether and under which requirements communication and work assistance is effective and efficient, to be conductive for the inclusion of hard of hearing-employees.


Referenznummer:

R/FO125414


Informationsstand: 09.06.2016