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Angaben zum Forschungsprojekt

SilvaScan: Barrierefreie Software für das verteilte deutschlandweite Digitalisieren von Papierdokumenten mit Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)

In Deutschland gibt es weit über 1000 Werkstätten für behinderte Menschen, die stark im Bereich Digitalisieren von Papier (Scannen) tätig sind. Obwohl dieser Markt sehr stark wächst (p.a. mehrere Billionen Seiten), können viele dieser Einrichtungen oft nur kleine zeitunkritische Aufträge alleine durchführen. Zum Einsatz kommen in den komplexen Verarbeitungsprozessen immer mehrere unterschiedliche Softwareprodukte, die nur schwer bedienbar sind sowie Medienbrüche und hohe Kosten durch doppelte Lizenzgebühren pro gescannte Seite verursachen. Durch den Wechsel der Dokumente in die verschiedenen Softwarelösungen innerhalb des Gesamtprozesses leiden zudem die Qualität und die Geschwindigkeit. Des Weiteren sind Abnahmeprozesse beim Kunden mit hohem administrativem Aufwand verbunden.

SilvaScan geht genau auf diese Problemstellungen ein und verfügt über vier Alleinstellungsmerkmale:
1. Die Software-Bedienoberfläche der lokalen Scan-Software kann an die Fähigkeiten des Mitarbeiters korrespondierend mit seinen Arbeitsaufgaben für eine optimale Unterstützung angepasst werden.
2. Die barrierefreie Workflowsteuerungssoftware ermöglicht das Steuern komplexer Dokumentenprozesse in Verbundprojekten.
3. Die barrierefreie modulare Serveranwendung zum Scannen, die flexibel Funktionen für Prozesse bereithält und Medienbrüche innerhalb der Abläufe beseitigt.
4. Der Prozessbaukasten zum Digitalisieren im Verbund mit WfbMs, mit einer praxisnahen Beschreibung des Vorgehens bei der Ermittlung der für bestimmte Arbeitsaufgaben benötigten Mitarbeiter- und Systemeigenschaften.

Die Fachhochschule erarbeitet im Projekt den Prozessbaukasten und entwickelt die Grundvoraussetzungen für die Anforderungen an die Lösung. Im Team der Main IT sind 6 Menschen mit Behinderung, die maßgeblich an der Entwicklung beteiligt sind. Am Ende steht die marktreife Lösung, die es WfbMs erstmals ermöglichen wird, vernetzt gemeinsam an Scan-Aufträgen zu arbeiten. Durch Kontakte zu interessierten Werkstätten und der Genossenschaft der Werkstätten besteht die Chance die Lösung nach Abschluss des Projektes breit in den Markt einzuführen und alleine in hess. Wfbms mehr als 100 Arbeitsplätze zu sichern.



Beginn:

01.12.2013


Abschluss:

31.12.2014


Art:

Gefördertes Projekt / Wissenschaftliche Arbeit


Kostenträger:


LOEWE - Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz, Förderlinie 3: KMU-Verbundvorhaben



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125552


Informationsstand: 29.03.2019