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Angaben zum Forschungsprojekt

proDruck; 3D-Druck - Technologie der Industrie 4.0 - als Mittel der Inklusion für Menschen mit Behinderungen in die Arbeitswelt

Inklusion durch die 3D-Druck-Technologie:

Die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderungen ist doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderungen. Für diese bietet die zunehmende Digitalisierung im Zuge von Industrie 4.0 neue Beschäftigungsmöglichkeiten. Dies gilt vor allem für die 3D-Drucktechnologie, da die Herstellung komplexer Teile ohne zusätzliche Montagearbeiten erfolgt. Der 3D-Druck bietet Menschen mit Behinderung zusätzlich die Möglichkeit, zum Experten für behindertengerechte Produkte zu werden, da er sein spezifisches Wissen in den Produktentstehungsprozess einbringen kann. Besonders Werkstätten für Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen sehen hier großes Entwicklungspotenzial. Es können individuelle, der Beeinträchtigung angepasste Arbeitsplätze geschaffen werden.

Ziel des Forschungsprojekts proDruck ist die Erarbeitung eines ganzheitlichen Beschäftigungsmodells für Menschen mit Behinderung. Dabei sollen die Entwicklung und der Druck von individuellen Alltagshilfen im Fokus stehen und so die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. Mit der Entwicklung neuartiger Geschäftsmodelle und eines online-basierten Schulungskonzepts wird die Teilhabe an zukunftsfähigen Technologien und deren aktiver Mitgestaltung ermöglicht.

Zuerst erfolgt der Aufbau einer 3D-Druck-Werkstatt, die auf die spezifischen Bedürfnisse der Menschen mit Behinderung ausgerichtet ist. Ergänzt wird diese durch die Entwicklung von Schulungskonzepten, die angepasst auf das jeweilige Lernniveau Kenntnisse zu den eingerichteten Arbeitsplätzen und den 3D-Druckern vermitteln. Parallel wird eine 3D-Druck-Onlineplattform aufgebaut, die ein Forum für den Austausch von Anwendern mit Experten bietet. Zudem wird dort ein Onlineschulungsangebot etabliert, welches Wissen über Konstruktion, Parametrisierung und Herstellbarkeit von 3D-gedruckten Alltagshilfen vermittelt. Darüber hinaus wird es auf der Plattform die Möglichkeit geben, selbst designte Bauteile anderen Anwendern zur individuellen Weiterentwicklung und zum Kauf zur Verfügung zu stellen. Ein spezielles, zu erarbeitendes Qualitätsprogramm überprüft die Druckbarkeit und gibt den 3D-Druck in der Behindertenwerkstatt in Auftrag.

Bei erfolgreicher Umsetzung des Projekts wird die Onlineplattform den Transfer der Produktideen eines Einzelnen über ganz Deutschland ermöglichen. Des Weiteren können die konstruierten Montagehilfen als Vorbild für die Industrie dienen, um Menschen mit Behinderungen den bislang fehlenden Zugang zu vielen Wirtschaftssektoren zu ermöglichen. Dadurch kann Inklusion gefördert und weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen werden.



Beginn:

01.10.2018


Abschluss:

30.09.2021


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)



Weitere Informationen


Abstract

proDruck; 3D printing - Technology of industry 4.0 - as a medium for inclusion of people with disabilities in the work would

In the project proDruck the Direct Manufacturing Research Center (DMRC) participate, with the Computer application and integration in design and planning chair (CIK) and the Institute of applied mechanics (FAM). The other research partners involved in the project are the von Bodelschwinghsche Stiftung Bethel from Bielefeld, the trinckle 3D GmbH from Berlin and the LEONEX Internet GmbH from Paderborn. The coordination of the project is carried out at the C.I.K. by Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch.
The aim of the 3-year research project proDruck is a holistic employment model for people with disabilities. Focus should be the development and 3D printing of individual technical assistance systems for people with disabilities, which enables help for self-help. With the development of new business models and web-based training concepts, the participation in sustainable technologies and their active co-creation will be possible. A 3D printing workshop will be setup, which is geared to the specific needs of people with disabilities. The workshop will be supplemented trough the development of training concepts, which impart knowledge about the arranged workplaces and 3D printer adjusted to the different learning levels. Parallel a 3D printing online platform will be implemented with a communication forum for users. Online trainings will be implemented which impart knowledge about construction, parametrization and manufacturability of 3D printed parts. Furthermore the possibility of the upload of self-designed parts will be given. This gives other users the opportunity to buy the part with individual changes. A special quality program checked the manufacturability of the part and ordered it in the 3D printing workshop. With the successful implementation, the online platform enable the transfer of the idea of a unique one across Germany. Beyond the developed installation aids can be conduce as a role model for the industry to enable people with disabilities to have access to many sectors of the economy, which has been lacking so far. This can promote inclusion and create more jobs for people with disabilities.
In addition to the above named project partners an associated network is intended, with organizations like the BeB (Bundesverband evangelische Behindertenhilfe) and the BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V.), medical houses with interest in 3D printing and companies with interest in inclusion especially in the production area.
The research project prevailed within the framework of the research program 'Innovation for tomorrow's production, services and work' of the Federal Ministry of Education and Research (BMBF) in the competition for 'Personal Services'.


Referenznummer:

R/FO125832


Informationsstand: 21.01.2019