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Angaben zum Forschungsprojekt

Teilhabe 4.0: Digitalisierung der Arbeitswelt barrierefrei gestalten

Das Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Evangelischen Stiftung Volmarstein führt zusammen mit der BAG SELBSTHILFE und u.a. in Kooperation mit der Technischen Universität Dortmund dieses Projekt zur barrierefreien Digitalisierung der Arbeitswelt durch, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert wird.

Ausgangspunkt unseres Projekts ist die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Menschen mit (Schwer-)Behinderungen können zukünftig nur beruflich teilhaben, wenn diese Digitalisierung auch für sie zugänglich gestaltet ist. Wie wichtig dies ist, hat die Corona-Pandemie deutlich gezeigt. Von der Online-Bewerbung, über Online-Behördengängen bis zur täglichen Arbeit mit dem Internet in Arbeitsprozessen, wie der Teilnahme an Webkonferenzen und der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitsumgebung in Form von Gegenständen, Arbeitsmitteln und Gebäuden ("lnternet of Things (loT)") begegnen uns bereits heute im Arbeitsleben täglich zahlreiche lT-Anwendungen.

Ein Schritt zur Erreichung der beruflichen "Teilhabe 4.0" ist die Umsetzung der europäischen Web-Richtlinie 2016/2102 über den barrierefreien Zugang zu den Websites und mobilen Anwendungen öffentlicher Stellen in Deutschland. Damit kommt Deutschland auch der mit der UN-Behindertenrechtskonvention eingegangenen Verpflichtung nach, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um für Menschen mit (Schwer-)Behinderungen den gleichberechtigten Zugang u.a. zu lnformations- und Kommunikations-Technologien und Systemen zu gewährleisten, sowie den Zugang von Menschen mit (Schwer-) Behinderungen zu neuen Technologien u.a. durch die Förderung von "Universellem Design" zu fördern.

Mit unserem Projekt verfolgen wir vor allem folgende Ziele:
- Förderung der Umsetzung der EU-Web-Richtlinie 2016/2102
- Unterstützung aller Akteure (Behörden, KMU usw.) durch modular aufgebaute Sensibilisierungs- und Schulungsangebote
- Förderung von Information und Austausch (Wissenstransfer) zu neuen Anforderungen (u.a. Selbsterklärung, Feedback-Mechanismus, Monitoring), z. B. zwischen Bund, Ländern und Kommunen
- Stärkere Sensibilisierung der Privatwirtschaft für das Thema barrierefreie IT mit Hilfe von sogenannten Botschaftern der Inklusion
- Erleichterung des Einstiegs in das Thema durch die Bereitstellung von technischen Unterstützungsangeboten (u.a. Apps und Online-Toolkit)



Bezug des Projekts zur internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF):
Der bio-psycho-soziale Ansatz der ICF bildet einen konzeptionellen Bezugsrahmen für das Projekt.



Beginn:

01.05.2019


Abschluss:

30.04.2023


Art:

Gefördertes Projekt / Modellprojekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) aus Mitteln des Ausgleichsfonds



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO125956


Informationsstand: 15.07.2020