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Angaben zum Forschungsprojekt

BIK - Barrierefrei informieren und kommunizieren am Arbeitsplatz (BIK-at-work)

Die Zugänglichkeit computerbasierter Informations- und Kommunikationstechnik ist Voraussetzung für die berufliche Integration schwerbehinderter Menschen. Dies gilt insbesondere für blinde und sehbehinderte Menschen. Ohne Zugriff auf Suchmaschinen, Gesetzessammlungen und Datenbanken, auf webbasierte Anwendungsprogramme und Bildungsangebote ist für diese Büroarbeit heute kaum mehr möglich. Hinzu kommt die Digitalisierung innerbetrieblicher Abläufe: Für die Abwicklung von Arbeitsprozessen und Kundenwünschen werden vermehrt Webanwendungen eingesetzt. Diese Trends betreffen auch die öffentliche Verwaltung.

Moderne Büroarbeitsplätze sind flexibel. Mitarbeiter übernehmen vielfältige Aufgaben, sind in wechselnden Projekten tätig. Gefordert wird, mit neuen Arbeitsmitteln ohne großen Aufwand zurechtzukommen. Sonderlösungen kommen meist nicht in Frage, denn sie behindern die Arbeit im Team. Die klassischen 'Schon- und Nischenarbeitsplätze' für behinderte, vor allem für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es kaum noch. Das bedeutet auch: die individuelle Arbeitsplatzanpassung stößt an Grenzen, der traditionelle Ansatz zur Sicherung von Schwerbehindertenarbeitsplätzen funktioniert bei modernen Büroarbeitsplätzen immer weniger.

Die Digitalisierung innerbetrieblicher Arbeitsabläufe eröffnet der beruflichen Integration schwerbehinderter Menschen aber auch Chancen. Die für 'klassische' Webangebote etablierten Standards der Barrierefreiheit können in einem viel weiteren Feld zur Anwendung kommen. Digitale Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse lassen sich durchgängig zugänglich gestalten. Der Lösungsansatz Barrierefreiheit meint: nicht der einzelne Arbeitsplatz, sondern die gesamte Arbeitsumgebung wird barrierefrei gestaltet. Gelingt dies, können auch schwerbehinderte Menschen den zunehmenden Anforderungen an Flexibilität und variable Einsetzbarkeit von Mitarbeitern besser gerecht werden.

Projektziel von BIK-at-work ist, sich auf Erfahrungen und Arbeitsergebnisse des Projektes BIK II zu stützen, um diese für den Bereich betrieblicher Informations- und Kommunikationstechnik fruchtbar zu machen. Im Fokus stehen Intranetangebote und am Arbeitsplatz eingesetzte Webanwendungen. Ziel ist es, bereits bei der Planung und Entwicklung betrieblich relevanter Informations- und Kommunikationstechnik das Konzept barrierefreier Gestaltung zu verankern. Das Projekt unterstützt Bemühungen von Unternehmen und Verwaltungen, digitale Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse durchgängig für schwerbehinderte Beschäftigte zugänglich zu gestalten.



Beginn:

01.09.2008


Abschluss:

29.02.2012


Art:

Gefördertes Projekt


Kostenträger:


Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)



Weitere Informationen


Referenznummer:

R/FO3688


Informationsstand: 23.12.2016