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Forschungsprojekt
Projektart: Gefördertes Projekt
Modellprojekt ReIntegraRob: Schwerstbehinderter soll mit Roboterhilfe in seinen Beruf zurückkehren - Webseite: www.friend4you.eu

Beschreibung / Inhalte

Das Modellprojekt "ReIntegraRob" wurde in den Jahren 2010 bis 2013 implementiert und die zum Zeitpunkt der Implementierung angestrebten Inhalte Im Folgenden im Präsens dargestellt.

In dem Modellprojekt "ReIntegraRob" arbeitet eine tetraplegische - also an Armen und Beinen vollständig gelähmte - Nutzerin mit FRIEND in der Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB) und führt dort die retrospektive Katalogisierung von Büchern durch - eine Tätigkeit, die in vielen Bibliotheken in ähnlicher Form besteht und durchgeführt wird. FRIEND arbeitet der Nutzerin dabei zu und übernimmt die manipulativen Aufgaben am Arbeitsplatz, ohne dass eine persönliche Arbeitsassistenz notwendig ist. Das umfasst die folgenden Aufgaben:
  • Buch vom Bücherwagen nehmen
  • Ablegen des Buches auf eine geeigneten Buchhalterung
  • Zuklappen des Buches nach der Katalogisierung
  • Buch von der Buchhalterung nehmen
  • Ablagen des Buches zurück auf den Bücherwagen

Das Öffnen des Buches und Umblättern der Seiten geschieht mit einer eigens entwickelten Buchumblätterhilfe, die die Buchseiten mit Hilfe von Unterdruck umblättert und vom Nutzern vom FRIEND aus über Funk gesteuert und bedient werden kann. Die Eingabe der Literaturdaten bei der Retrokatalogisierung erfolgt durch die Nutzerin mit Hilfe einer Sprachsoftware.

Für Menschen mit hoher Querschnittslähmung schien bisher eine berufliche Wiedereingliederung wegen des hohen Betreuungsaufwandes nahezu unmöglich. "Im Projekt ReIntegraRob wollen wir nun das Gegenteil beweisen", bekräftigt Professor Axel Gräser, Leiter des Instituts für Automatisierungstechnik. "Im Idealfall kann der Nutzer oder die Nutzerin von FRIEND an einem Arbeitsplatz vollständig eingesetzt werden und alle notwendigen Fähigkeiten für die Arbeit mit der Unterstützung des Roboters wiedergewinnen, ohne dass eine persönliche Assistenz notwendig ist." Die Einsatzmöglichkeiten von FRIEND sind aber nicht auf eine bestimmte Aufgabe oder Behinderung beschränkt. Es wurden bereits weiter nützliche Unterstützungsszenarien realisiert, u. a. das Einschenken und Anreichen eines Getränkes, das Zubereiten, Erwärmen und Anreichen einer Mahlzeit sowie das Arbeiten in einer Behindertenwerkstatt.

Das dreijährige Projekt wird vom Integrationsamt Bremen mit rund 417.000 Euro finanziert (Laufzeit bis Ende Mai 2013). Das Integrationsamt ist Teil des Versorgungsamtes, das dem Ressort der Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales zugeordnet ist.

Projektdaten

Beginn:

01.06.2010


Abschluss:

31.05.2013


Fördernummer:

AZ 25-04/80

Kostenträger:

  • Integrationsamt Bremen (des Amt für Versorgung und Integration Bremen)

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt

Projektleitung:

  • Heyer, Torsten, Dipl.-Math. | 
  • Gräser, Axel, Prof. Dr.-Ing.

Mitarbeitende:

  • Enjarini, Bashar, Dr.-Ing. | 
  • Ewert, Philipp, Dipl.-Ing. | 
  • Fragkopoulos, Christos, Dipl.-Phys. | 
  • Heyer, Stefan, Dipl.-Math. | 
  • Heyer, Torsten, Dipl.-Math. | 
  • Kampe, Henning, Dipl.-Ing.

Institutionen:

Universität Bremen
Institut für Automatisierungstechnik (IAT)
Otto-Hahn-Allee 1, NW1
28359 Bremen
Telefon: 0421 / 218-62469 E-Mail: theyer@iat.uni-bremen.de

Versorgungsamt Bremen
- Integrationsamt -
Doventorscontrescarpe 172 Block D
28195 Bremen
Telefon: 0421 / 3 61-51 38 E-Mail: office@versorgungsamt.bremen.de
Homepage: https://www.avib.bremen.de/

FERNSEHEN & RADIO:

"Ein FRIEND für alle Fälle", buten un binnen Magazin | RB TV

"Ein Friend fürs Arbeitsleben", Radiofeuilleton Deutschlandradio Kultur, 31.07.2012, https://www.deutschlandfunkkultur.de/ein-friend-fuers-arbeitsleben.1162.de.html?dram:article_id=216414

Referenznummer:

R/FO125170


Informationsstand: 12.08.2021